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Feuerwerksbranche & Handel

Importeure, Fachhandel und Feuerwerksfirmen stark betroffen, Gesamtwirtschaft kaum

direktnur qualitativ↓ sinktteilweise umkehrbarImporteure, Fachhändler und Firmen, die Feuerwerke abbrennen

Etwa drei Viertel der verwendeten Feuerwerkskörper werden importiert, vor allem aus China. Der Branchenverband SKF geht von einem Jahresumsatz von 50 bis 60 Millionen Franken aus; lärmerzeugende Feuerwerkskörper machen laut Schätzungen der Branche um die 70 Prozent des Umsatzes aus. Laut Bundesrat schränkt das Verkaufsverbot die Wirtschaftsfreiheit der Firmen ein, die Feuerwerkskörper herstellen, importieren, handeln oder gewerbsmässig verwenden. Stark betroffen wären die Importeure – der Import läuft grösstenteils über ein Dutzend Grossfirmen – und Firmen, die Feuerwerke abbrennen. Die vier Schweizer Hersteller produzieren fast ausschliesslich lärmarme Artikel und wären weniger betroffen, für die grossen Detailhändler wären die Auswirkungen gering. Direkt in Herstellung und Import arbeiten gegen 200 Mitarbeitende. Auf die Gesamtwirtschaft wären die Auswirkungen laut Bundesrat gering.

Spricht für AnnahmeSicht Befürworter

Der Eintrag rechnet mit Bruttoumsatz, nicht netto: Ein Teil der Nachfrage dürfte auf lärmarme Artikel (Vulkane, Bengalhölzer, Tischfeuerwerk) ausweichen, die die vier Schweizer Hersteller produzieren, und auf Alternativen wie Licht- oder Drohnenshows. Der Wertschöpfungsverlust wäre damit kleiner als der Wegfall des heutigen Knallsortiments. Eigene Einschätzung, gestützt auf die Angaben der Botschaft zu den Schweizer Herstellern.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 24.09.2026

AmbivalentMethodik

Die Kodierung ist inkonsistent: «quantifiability» steht auf QUALITATIVE_ONLY, obwohl Umsatz-, Anteils- und Beschäftigtenzahlen genannt werden; PARTIALLY_QUANTIFIABLE wäre stimmiger. Zudem fehlt ein Zeitpfad – die Regelung tritt erst zwei Jahre nach Annahme in Kraft, die Anpassung der Firmen verteilt sich also über mehrere Jahre.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 24.09.2026

Spricht gegen AnnahmeSicht Gegner

Nicht abgebildet ist die Infrastruktur hinter dem Handel: Importeure unterhalten bewilligte Sprengstofflager, Transportlogistik und ausgebildetes Fachpersonal. Bricht das Knallsortiment als Umsatzträger weg, kann diese Struktur auch für die weiterhin erlaubten Grossfeuerwerke an überregionalen Anlässen unrentabel werden – deren Durchführung würde teurer oder wäre von wenigen Anbietern abhängig.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 27.09.2026

AmbivalentMethodik

Der Eintrag mischt drei Ebenen: betriebliche Betroffenheit (ECONOMIC), gesamtwirtschaftliche Relevanz und eine rechtliche Würdigung (Wirtschaftsfreiheit). Der Typ ist ECONOMIC gesetzt, die Grundrechtsfrage gehörte in einen eigenen Eintrag mit Typ LEGAL. So steht ein rechtliches Argument des Bundesrats als Beleg für einen wirtschaftlichen Effekt.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 27.09.2026

Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.

Diese Auswirkung ist nur qualitativ beschrieben. Worauf sie sich stützt, steht rechts.

Belege zur Auswirkung (10)

stützt

Andere Firmen bieten, neben dem Verkauf von Feuerwerkskörper, das Abbrennen von Feuerwerken an. Sie wären daher stark betroffen sowohl von einem Verkaufsverbot von lärmerzeugenden Feuerwerkskörpern, als auch von einem Rückgang der Veranstaltungen mit Feuerwerk.

stützt

Das Verbot vom Verkauf von lärmerzeugenden Feuerwerkskörpern stellt eine Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit gemäss Artikel 27 und 94 BV dar, da Firmen, die Feuerwerkskörper in der Schweiz produzieren, importieren, handeln oder gewerbsmässig verwenden in ihrer privatwirtschaftlichen Betätigung eingeschränkt werden.

relativiert

In der Schweiz gibt es derzeit vier Firmen, die Feuerwerkskörper herstellen. Sie produzieren ausschliesslich oder praktisch ausschliesslich lärmarme Feuerwerksartikel, vorwiegend Vulkane und Bengalhölzer sowie Tischfeuerwerk. Als Hersteller wären sie daher von einer Annahme der Initiative weniger stark betroffen.

relativiert

Bei den grossen Detailhändlerinnen (Coop, Migros, Aldi, Lidl) machen Feuerwerkskörper nur einen sehr kleinen Teil des Sortiments aus. Entsprechend wären für sie die Auswirkungen eines Verkaufsverbots von lärmerzeugenden Feuerwerkskörpern gering.