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Parliament / Business / 24.3246

24.3246PostulatUVEKpending

Die Entwicklung von Alternativen zu Kunststoffen als Verpackungsmaterial für Silageballen ist zu unterstützen

submitted on 14.03.2024 in the Frühjahrssession 2024First chamber: National CouncilÜberwiesen an den Bundesrat (19.03.2026)

WirtschaftUmweltLandwirtschaftEnergie

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

  1. 19.03.2026National CouncilAnnahme

Der Bundesrat wird beauftragt, für Silageballen Alternativen zur Verwendung von Kunststoffen fossilen Ursprungs zu prüfen und Massnahmen zur Unterstützung und/oder Förderung der Entwicklung neuer Lösungen vorzuschlagen.

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Der ökologische Übergang, insbesondere von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreiswirtschaft, bildet eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Wie jeder grosse Entwicklungsschritt.

Häufig kritisiert wird eine der aktuellen landwirtschaftlichen Praktiken: die Verwendung von Plastikfolien zur Herstellung von Silageballen. Diese relativ neue Praxis wurde mit Unterstützung der Behörden eingeführt, um die Lagerung von Futtermitteln zu erleichtern und zu optimieren.

Leider wurden die Umweltbelastungen durch Herstellung, Verwendung und Entsorgung der für diese Praxis benötigten Kunststoffe unterschätzt. Laut Agroscope stammt mehr als ein Drittel der rund 16.000 Tonnen Plastik, die in der Landwirtschaft in der Schweiz jedes Jahr verwendet werden, aus der Verpackung von Silageballen.

Das Image der Landwirtschaft wird auch dadurch geschädigt, dass die plastifizierten Ballen nicht nur um die Bauernhöfe herum, sondern oft auch auf offenem Feld gelagert werden. Diese Praxis und die durch den Klimawandel bedingte Zunahme von Sturmereignissen verschärfen das Problem der Freisetzung von Makroplastik in der freien Natur. Seit rund zehn Jahren kommt diese Problematik immer wieder auf den Tisch. Nach Lösungen dafür, wie Kunststoffe nicht nur besser rezykliert, sondern auch durch nichtfossile Materialien ersetzt werden können, wird gesucht. Seit 2022 wird ein Recyclingsystem für Folien von Silageballen eingeführt (ERDE-Projekt). Dieses Projekt ist sicherlich eine gute Übergangslösung. Auf lange Sicht lässt sich damit aber das Fortbestehen von Kunststoffen fossilen Ursprungs für Silageballen nicht rechtfertigen. Dies gilt umso mehr, als die jüngsten Entwicklungen in den Ökobilanzen, die Kunststoffmaterialien fossilen Ursprungs und biobasierte Materialien vergleichen, immer deutlicher für Letztere sprechen.

Daher ist es notwendig, sich einen Überblick zu verschaffen über die Literatur und die laufenden internationalen Projekte im Zusammenhang mit der Entwicklung von biobasierten Verpackungsmaterialien, die fossile Kunststoffe in Silageballen ersetzen könnten.

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Biologisch abbaubare Kunststoffe, auch Biokunststoff genannt, bieten potenziell eine Alternative zu Kunststoffen aus fossilen Quellen. Biokunststoff kann per Definition durch natürlich vorkommende Mikroorganismen abgebaut werden.

Dennoch ist seine Zersetzung je nach Umgebung sehr unterschiedlich. Ein vollständiger biologischer Abbau findet nämlich nur unter genau kontrollierten Bedingungen (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Besonnung) statt.

Um mehr über das wirkliche Potenzial von Biokunststoffen als Alternative zu erdölbasierten Kunsttstoffen zu erfahren, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Jahr 2022 zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHW) das Forschungsprojekt «BAWIU Biologisch abbaubare Werkstoffe» in der Umwelt gestartet. Die Studie BAWIU soll die Auswirkungen von biologisch abbaubaren Werkstoffen auf die Umwelt bestimmen und eine Grundlage für die Entscheidung schaffen, wo die Verwendung dieser Stoffe tatsächlich sinnvoll ist. Ihre Ergebnisse sind Anfang 2026 zu erwarten. Vor diesem Hintergrund erachtet der Bundesrat es als unnötig, eine weitere Untersuchung zu diesem Thema in Auftrag zu geben.

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.

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Ablehnung

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 18.09.2026. Raw data

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