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Parliament / Business / 26.4024

26.4024InterpellationUVEKpending

KI-Sicherheit und systemische Risiken als thematischer Schwerpunkt des AI Summit 2027 in Genf

submitted on 19.06.2026 in the Sommersession 2026First chamber: National CouncilStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (26.08.2026)

Internationale PolitikSicherheitspolitikMedien und Kommunikation

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Welche thematischen Schwerpunkte verfolgt der Bundesrat für den AI Summit 2027 in Genf, und wie stellt er sicher, dass Fragen der Sicherheit und systemischer Risiken von KI-Systemen dabei berücksichtigt werden?

Insbesondere soll er darlegen, wie er seinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung des Summits nutzt, um sicherheitsrelevante Fragen zu KI-Fähigkeiten und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft und kritische Infrastrukturen zu verankern.

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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant und erzeugt systemische Risiken, die über einzelne Unternehmen oder Staaten hinausgehen. Der internationale AI Safety Report 2025 (Bengio et al.) belegt, dass führende KI-Modelle die Automatisierung komplexer Cyberangriffe ermöglichen und damit die Risiken für kritische Infrastrukturen erhöhen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnte im Januar 2026, dass KI-Systeme die Intensität, Geschwindigkeit und Komplexität systemischer Risiken erhöhen und die Fähigkeit von Regulatoren erschweren, diese rechtzeitig zu erkennen.

KI-Systeme werden zunehmend in Bereichen eingesetzt, die für das Funktionieren moderner Gesellschaften zentral sind: Energieversorgung, Finanzinfrastruktur, Gesundheitssysteme, Kommunikationsnetze. Störungen oder Manipulationen in diesen Bereichen können sich grenzüberschreitend auswirken. Trotzdem findet eine strukturierte internationale Koordination zu diesen Risiken noch kaum statt.

Die Schweiz hat mit dem AI Summit 2027 in Genf eine einmalige Gelegenheit, als Gastgeberin einen eigenständigen Beitrag zu leisten. Der Anfang der Gipfelserie in England und Korea hat das Thema KI-Sicherheit auf die internationale Agenda gesetzt. Genf 2027 muss diesen Impuls aufgreifen und vertiefen.

Die Schweiz verfügt über eine glaubwürdige Tradition als neutrale Vermittlerin in sicherheitspolitischen Fragen. Diese Stärke sollte sie nutzen, um sicherheitsrelevante Fragen zu KI-Fähigkeiten und ihren Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen als eigenständigen thematischen Schwerpunkt zu verankern, und nicht dem Innovationsdiskurs unterzuordnen.

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Als Gastgeberin des KI Gipfels 2027, der vom 21. bis 22. Juni 2027 in der Palexpo in Genf stattfinden wird, will die Schweiz einen Beitrag zur internationalen Diskussion über die Chancen und Herausforderungen der künstlichen Intelligenz (KI) leisten.

Bereits im Juni 2025 hatte der Bundesrat fünf Zielsetzungen für den Geneva AI Summit 2027 festgelegt. Der Gipfel soll (1) die Schweizer KI-Exzellenz sichtbar machen, (2) als nationaler Katalysator für Innovation und Zusammenarbeit wirken, (3) die Schweiz als Brückenbauerin und konstruktive Kraft im internationalen Dialog positionieren, (4) das internationale Genf stärken und (5) dazu beitragen, dass Entwicklung und Einsatz von KI im Einklang mit dem Völkerrecht stehen und somit zu einer menschenzentrierten sowie vertrauenswürdigen Nutzung von KI beitragen.

Die fünf Zielsetzungen lassen sich in zwei strategische Schwerpunkte überführen. Diese wurden im Juli 2026 im Rahmen des «AI for Good Summit» der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) erstmals präsentiert und sind auf der Website des KI Gipfels 2027 www.genevaaisummit.swiss aufgeführt. Der erste Schwerpunkt fokussiert auf die Chancen von KI für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt. Der Gipfel soll aufzeigen, welche Faktoren entscheidend sind, um diese Chancen erfolgreich zu nutzen. Der zweite Schwerpunkt fokussiert auf die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige, verantwortungsvolle und sichere Nutzung von KI.

Cybersicherheit ist eine grundlegende Voraussetzung für vertrauenswürdige KI. KI birgt nicht nur Risiken für neue Formen von Cyberbedrohungen, sondern kann auch zu Innovationen führen, welche die Cybersicherheit stärken. Die Auswirkung von KI auf die Sicherheit von Gesellschaft und kritischen Infrastrukturen wird deshalb im Rahmen des Gipfels ebenfalls thematisiert werden.

Die detaillierte Programmgestaltung im Rahmen der zwei übergeordneten thematischen Schwerpunkte ist derzeit im Gang. Dabei wird auch ein angemessener Einbezug der relevanten nationalen und internationalen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sichergestellt. Unter anderem wird hierzu ein «Call for Issues» lanciert, mit dem interessierte Kreise zentrale Themen und Fragestellungen der globalen KI-Governance einbringen können.

In Erfüllung des Postulats 24.4265 «KI-Strategie für die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz» erarbeitet der Bundesrat zudem einen Bericht zur sicherheitspolitischen Bedeutung der KI, einschliesslich der Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen.

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 18.09.2026. Raw data

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