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Parliament / Business / 26.4198

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Wasserschloss Schweiz sichern: Wasser auf der Alp halten statt abfliessen lassen

submitted on 22.09.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (22.09.2026)

UmweltLandwirtschaft

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen, planerischen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, damit auf Alpen und im Berggebiet multifunktionale Wasserspeicher einfacher erstellt und betrieben werden können. Ziel ist es, Niederschlags- und Schmelzwasser zurückzuhalten und für Trockenperioden verfügbar zu machen.

Aufgezeigt werden soll,

• wie Bewilligungsverfahren für standortangepasste Wasserspeicher vereinfacht und beschleunigt werden können;

• wie bestehende Speicherbecken für die technische Beschneiung, wo sinnvoll, zusätzlich für Landwirtschaft und Wasserhaushalt genutzt werden können;

• wie multifunktionale Speicher gefördert werden können, die gleichzeitig der Landwirtschaft, der Bereitstellung von Löschwasser, dem Hochwasserschutz sowie der Förderung der Biodiversität und des Landschaftswasserhaushalts dienen;

• wie Investitionen in solche Anlagen unterstützt und Zielkonflikte mit Natur- und Landschaftsschutz minimiert werden können.

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Trockenperioden nehmen auch im Berggebiet zu. Bereits heute fehlt auf zahlreichen Alpen im Sommer Wasser für Nutztiere und Weiden. Gleichzeitig fliesst nach der Schneeschmelze ein grosser Teil des Wassers teilweise ungenutzt ab.

Wasserspeicher ermöglichen es, dieses Wasser zurückzuhalten und in Trockenzeiten gezielt zu nutzen. Sie reduzieren aufwendige Wassertransporte und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Berglandwirtschaft gegenüber dem Klimawandel.

Richtig geplant erfüllen solche Speicher weit mehr als eine landwirtschaftliche Funktion. Sie können Löschwasser für Wald- und Flurbrände bereitstellen, Wasser bei Starkniederschlägen zurückhalten, den lokalen Landschaftswasserhaushalt stabilisieren sowie neue Lebensräume für Amphibien und andere wassergebundene Arten schaffen oder Feuchtgebiete und Moore erhalten und aufwerten.

Um die Resilienz der Alpbewirtschaftung gegen Trockenheit zu stärken, braucht es effizientere Bewilligungsverfahren, eine Priorisierung von bestehenden Fördermitteln für entsprechende Ressourcenprojekte und Strukturverbesserungsmassnahmen zur Stärkung von Wasserspeicherung und -zurückhaltung auf Alpwirtschaften, die Prüfung von Mehrfachnutzung vorhandener Speicherbecken in Skigebieten und einen klaren rechtlichen Rahmen für multifunktionale Wasserspeicher. So kann Wasser dort zurückgehalten werden, wo es fällt – zum Nutzen von Landwirtschaft, Natur und Bevölkerung.

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 23.09.2026. Raw data

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