The content is machine-translated from German and has not been reviewed; the German original is authoritative. Quotations from sources appear in their original language.

Parliament / Business / 26.4463

26.4463InterpellationUVEKpending

Nyon–St-Cergue–La Cure: Will der Bund den «kleinen roten Zug» schwächen?

submitted on 01.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (01.10.2026)

StaatspolitikFinanzwesenVerkehrRaumplanung und Wohnungswesen

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) plant, die Finanzierungskriterien für den regionalen Personenverkehr ab der Bestellperiode 2029/2030 anzupassen.

Derzeit beträgt der minimale Kostendeckungsgrad für eine Eisenbahnlinie, die vom Bund mitfinanziert wird, 20 Prozent. Das BAV sieht neu einen Schwellenwert von 30 Prozent für Linien vor, auf denen mehr als 36 Kurspaare pro Tag verkehren, d. h. für ein Angebot, das über den Halbstundentakt hinausgeht. Wird dieser Schwellenwert nicht erreicht, kann das Angebot auf einen Halbstundentakt reduziert werden, um weiterhin unter den Schwellenwert von 20 Prozent zu fallen.

Diese Regelung könnte Auswirkungen auf die Linie Nyon–St-Cergue–La Cure (NStCM) haben, den «kleinen roten Zug», der jährlich mehr als 1,6 Millionen Fahrgäste befördert und dessen Fahrgastzahlen stark gestiegen sind.

Es ist legitim, dass der Bund auf einen sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Geldern achtet. Eine Einsparung ist jedoch nur dann wirklich eine Einsparung, wenn sie nicht an anderer Stelle Kosten verursacht. Eine Verringerung der Taktfrequenz des NStCM könnte Pendler und Pendlerinnen dazu veranlassen, wieder auf das Auto umzusteigen, was das ohnehin schon stark ausgelastete Strassennetz zusätzlich belasten würde. Dies würde auch die Attraktivität einer Infrastruktur mindern, in die erhebliche öffentliche Investitionen getätigt werden sollen, um die Kapazität zu erhöhen und das Angebot zu verbessern.

Der Bezirk Nyon verzeichnet ein starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Die Einwohner und Einwohnerinnen sowie die Unternehmen dieser Region leisten einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der öffentlichen Hand. Die Region muss über eine Infrastruktur verfügen, die ihrer Entwicklung gerecht wird.

Auf der Ost-West-Achse leidet der Bezirk bereits unter Kapazitätsengpässen und Verzögerungen beim Ausbau der Bahnverbindung Genf–Lausanne. Es wäre kaum nachvollziehbar, wenn auch die Süd-Nord-Verbindung geschwächt würde.

1. Welche Auswirkungen hätte der neue Schwellenwert von 30 Prozent auf die Finanzierung des NStCM durch den Bund ab 2029/2030? Könnte dies zu einer Verringerung der Zugfrequenz führen, und wenn ja, in welchem Umfang?

2. Hält es der Bundesrat für sinnvoll, einen Anreiz zur Reduktion des Angebots auf einer stark frequentierten Linie zu schaffen?

3. Ist der Bundesrat angesichts des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums im Bezirk Nyon bereit, die neuen Kriterien zu überprüfen, um zu vermeiden, dass die durch den NStCM gewährleistete Süd-Nord-Verbindung geschwächt wird?

This text exists only in German.

Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 28.10.2026. Raw data

Not an official publication. Names, figures and the texts of the votes appear unchanged, exactly as the Parliamentary Services publish them.