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Parliament / Business / 26.464

26.464Parlamentarische InitiativeParlpending

Vertrauliche Geburt schweizweit sicherstellen

submitted on 30.09.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (30.09.2026)

Soziale FragenGesundheit

  • LegislationAssigned by a rule: A parliamentary initiative: a draft act from Parliament itself.

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Die gesetzlichen Grundlagen sind so anzupassen, dass die vertrauliche Geburt in der Schweiz einheitlich geregelt und schweizweit sichergestellt wird.

Die Regelung soll insbesondere gewährleisten, dass Frauen in einer Notlage niederschwellig Zugang zu einer vertraulichen Geburt und Beratung erhalten, die Vertraulichkeit ihrer Personalien gewährleistet ist, schweizweit vergleichbare Standards gelten und die medizinische und psychosoziale Betreuung von Mutter und Kind sichergestellt ist. Gleichzeitig ist das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung zu wahren.

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Bereits 2016 kam der Bundesrat im Bericht zum Postulat 13.4189 zum Schluss, dass die vertrauliche Geburt die Interessen von Mutter und Kind besser wahrt als eine anonyme Geburt oder die Abgabe eines Kindes in einem Babyfenster.

Die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation 26.3562 «Schutz von Mutter und Kind: Ausbau vertrauliche Geburt schweizweit sicherstellen» zeigt nun: Zwar wurde das Vorgehen der Zivilstandsämter harmonisiert, weiterhin bestehen aber Unterschiede in der Praxis der Kantone. Gleichzeitig verfügt der Bund über keine schweizweite Statistik zu den Babyfenstern. Für 2025 wurden im Zivilstandsregister lediglich acht vertrauliche Geburten und ein Findelkind registriert.

Entscheidend ist zudem: Die vom Bundesrat eingesetzte Expertengruppe zur Überprüfung des Abstammungsrechts empfahl bereits 2021 ausdrücklich, die Möglichkeit der vertraulichen Geburt gesetzlich zu regeln. Sie soll Frauen in einer Notlage Sicherheit bieten, medizinische und psychosoziale Betreuung ermöglichen und gleichzeitig das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung wahren.

Ob eine Frau in einer Notlage vertraulich und medizinisch begleitet gebären kann, darf nicht davon abhängen, in welchem Kanton sie sich befindet. Es braucht deshalb eine schweizweite gesetzliche Regelung mit klaren Abläufen und vergleichbaren Mindeststandards. Damit werden Rechtssicherheit und ein niederschwelliger Zugang geschaffen und der Schutz von Mutter und Kind gestärkt.

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 28.10.2026. Raw data

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