The content is machine-translated from German and has not been reviewed; the German original is authoritative. Quotations from sources appear in their original language.

Parliament / Business / 26.4679

26.4679InterpellationUVEKpending

Kampf gegen den unsichtbaren Datenmüll: Der ökologische Fussabdruck von Dark Data

submitted on 02.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (02.10.2026)

Medien und KommunikationUmwelt

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Die fortschreitende Digitalisierung bringt viele Vorteile, führt aber auch zu immer grösseren Datenmengen. Besonders kritisch sind „Dark Data“: ungenutzte, redundante oder veraltete Daten, die permanent in Rechenzentren gespeichert werden. Die Forschung geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der digitalen Daten, die Unternehmen generieren, für einmalige Zwecke gesammelt, verarbeitet und gespeichert werden. Trotzdem werden sie jahrelang in Datenzentren gelagert – deren Betrieb zu einem erheblichen CO2-Ausstoss führt, der in seiner globalen Dimension teilweise bereits mit dem der Luftfahrt vergleichbar ist.

Mit Blick auf die Klimaziele ist eine systematische digitale Dekarbonisierung unumgänglich. Die Bundesverwaltung kann hierbei eine Vorbildfunktion einnehmen; eine effiziente Datenhaltung und eine Kultur der „digitalen Hygiene“ sind essenziell, um staatliche Ressourcen zu schonen und ökologische Kosten zu senken. Mit Transparenz über den digitalen Fussabdruck der Verwaltung und den richtigen Anreizen für die Privatwirtschaft kann so ein Bewusstsein für die ökologischen Kosten von digitalem Datenmüll geschaffen werden.

Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

• Ist dem Bundesrat die Problematik von „Dark Data“ und deren Einfluss auf den CO2-Ausstoss bekannt?

• Inwieweit ist die Bundesverwaltung in der Lage, das Volumen an Dark Data in ihren eigenen Systemen (On-Premise sowie Cloud-Lösungen) zu quantifizieren oder realistisch zu schätzen?

• Wird der CO2-Fussabdruck der digitalen Datenhaltung (inkl. der Energie für Kühlung und Betrieb von Rechenzentren) in der Nachhaltigkeitsbetrachtung des Bundes berücksichtigt?

• Existieren bereits Richtlinien zur „digitalen Hygiene“ für Mitarbeitende der Bundesverwaltung, die über die gesetzlichen Archivierungsfristen hinausgehen und das aktive Löschen unnötiger Daten fördern? Falls nicht, gibt es Gelegenheit, das Thema aufzubereiten und die Mitarbeitenden zu sensibilisieren?

• Kann sich der Bundesrat vorstellen, den Einsatz von Tools zur Messung und Optimierung des digitalen CO2-Ausstosses bei der Initiierung neuer IT-Projekte vorzunehmen, um die Entstehung von Dark Data zu reduzieren?

• Zieht der Bundesrat in Erwägung, Leitplanken oder Anreize für die Privatwirtschaft zu schaffen, um die Reduktion von Dark Data in der gesamten Schweizer Wirtschaft zu fördern und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten?

This text exists only in German.

Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 30.10.2026. Raw data

Not an official publication. Names, figures and the texts of the votes appear unchanged, exactly as the Parliamentary Services publish them.