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Parliament / Business / 26.4693

26.4693InterpellationEDIpending

Nationale Strategie Sucht (Massnahmenplan) 2025–2028: Wirkung angesichts der Crack-Krise

submitted on 02.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (02.10.2026)

Gesundheit

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:

• Erachtet der Bundesrat die Nationale Strategie Sucht, die ohne grundlegende Überarbeitung nur verlängert wurde, als geeignet, um den spezifischen Herausforderungen zu begegnen, die durch die aktuelle Crack-Krise in mehreren Schweizer Städten entstehen?

• Welche konkreten Massnahmen gedenkt das BAG zusammen mit den betroffenen Kantonen und Städten zu koordinieren, um niederschwellige Angebote für Menschen zu entwickeln, die vom Crack-Konsum betroffen sind?

• Wie gedenkt der Bundesrat sicherzustellen, dass die Suchtpolitik ihre Sichtbarkeit, ihre Ressourcen und ihren eigenen strategischen Rahmen behält, ohne in der gesamten Gesundheitspolitik in Zukunft ihr Gewicht zu verlieren zu werden?

• Welche Steuerungs- und Evaluationsmechanismen richtet das BAG ein, um die Wirksamkeit der Massnahmen gegen die Crack-Problematik zu messen und den Massnahmenplan 2025-2028 bei Bedarf anzupassen?

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Die Nationale Strategie Sucht wurde 2015 verabschiedet. Ihr Massnahmenplan 2025-2028, veröffentlicht im August 2024, stellt eher eine Verlängerung als eine grundlegende Überarbeitung dar. Die vor zehn Jahren noch kaum existente Crack-Krise betrifft heute eine wachsende Zahl von Menschen in prekären Lebenslagen in mehreren Schweizer Städten und erfordert spezifische Antworten: niederschwellige Anlaufstellen, Schadensminderung, Begleitung zu Wohnraum.

In den 1990er-Jahren griff der Bund angesichts der Krise der offenen Drogenszenen direkt und gemeinsam mit Kantonen und Städten ein, insbesondere in Zürich, was die Entstehung der international anerkannten Vier-Säulen-Politik ermöglichte. Ein vergleichbares operatives Engagement des Bundes fehlt heute angesichts der Crack-Krise.

Die Suchtpolitik stützt sich auf eigene Fachkenntnisse, Zielgruppen und Instrumente. Eine starke, überarbeitete Nationale Strategie ist unerlässlich, um wirksam darauf zu reagieren, ohne in breiteren Gesundheitspolitiken verwässert zu werden.

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 21.10.2026. Raw data

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