Kleinreaktoren: Thorium-Technik soll grundlastfähigen Strom liefern
Bern einfach, episode of 19.09.202601:27–08:43 · 7 min
Opinion of Bern einfach · condensed by the Redaktor
Die Emerald Horizon AG entwickelt einen kleinen modularen Reaktor auf der Basis von Thorium sowie ein Speichersystem aus Strom- und Wärmespeicher. Das System arbeitet bei Umgebungsdruck, die Kernspaltung wird über einen Beschleuniger und die Zugabe von Neutronen gesteuert. Ein Prototyp ist geplant, danach soll die Serienfertigung folgen.
Die Idee eines Thoriumreaktors ist alt; in den Vereinigten Staaten entschied man sich seinerzeit für Uran, auch weil waffenfähiges Material im Vordergrund stand und die Werkstofftechnik noch nicht so weit war. Heute lässt sich der Aufbau mit Keramiktechnik umsetzen. Statt Uran beizumischen, werden dem System Neutronen zugeführt, um die Spaltung in Gang zu setzen.
Der Reaktor soll rund zehn Megawatt elektrische Leistung bringen und ohne Überdruck arbeiten, womit eine Explosion ausgeschlossen ist. Das macht ihn auch für Militärbasen interessant. Über den Beschleuniger lässt sich die Anlage rasch hoch- und herunterfahren. Der Nachteil ist, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.
Für die Umsetzung in Richtung Prototyp und Serienfertigung arbeitet das Unternehmen mit einem niederländischen Industriepartner zusammen, was als Vertrauensbeweis gewertet wird. Andere Anbieter kleiner modularer Reaktoren, etwa das Projekt am Paul-Scherrer-Institut, werden nicht als Konkurrenz gesehen: Der wachsende Energiebedarf der Welt lässt sich mit Photovoltaik und Windkraft allein nicht decken. Diese ergänzen gut, taugen aber nicht als Hauptquelle; es braucht grundlastfähige Energie.
Wir brauchen grundlastfähige Energie sonst wird es nicht funktionieren.
Das heißt es gibt keine Explosionsgefahr.
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