Parliament / Business / 25.3923
Eine Strategie gegen die digitale Kluft im Zeitalter der künstlichen Intelligenz
submitted on 20.06.2025 in the Sommersession 2025First chamber: National CouncilErledigt (24.09.2026)
Through the chambers
The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.
- 26.09.2025CommitteeBekämpft. Diskussion verschoben
- 24.09.2026CommitteeZurückgezogen
Submitted text
Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten, ob die Verabschiedung einer Strategie gegen die digitale Kluft, die durch die Entwicklung der generativen künstlichen Intelligenz noch vertieft wird, sinnvoll ist.
This text exists only in German.
Reasons
Die digitale Kluft beschreibt die Ungleichheiten beim Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie bei deren Nutzung und deren Auswirkungen. Sie besteht aus zwei Ebenen: dem Zugang (Kluft ersten Grades) und der Nutzung (Kluft zweiten Grades).
Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) verfügen insgesamt 24 Prozent der Schweizer Bevölkerung über geringe digitale Kompetenzen (Stand: 2023).
Personen, Firmen, Vereine und Verwaltungen, die noch nicht vollständig auf dem neusten IKT-Stand sind, bleiben häufig aussen vor. Die Digitalisierung ist in unserem Verbraucheralltag und in unserer Freizeit unumgänglich. Sie nimmt auch in den Dienstleistungen der Verwaltungen und des Bundes eine neue Dimension an, insbesondere mit der Schaffung der digitalen Identität (E-ID), über welche die Bevölkerung am 28. September 2025 abstimmt.
Die generative künstliche Intelligenz verstärkt diese Tendenz, da sie immer mehr Aufgaben automatisieren wird und so viele Tätigkeiten vereinfacht und beschleunigt werden.
Mehrere Bevölkerungsgruppen sind davon tangiert, beispielsweise Seniorinnen und Senioren, die häufig vom Dienstleistungsabbau am Schalter betroffen sind (Bestellungen, Post, öffentlicher Verkehr usw.). Ohne verfügbare Schulungen wird eine Reihe von Aufgaben auf die helfenden Angehörigen übertragen. Der Online-Betrug, wie Phishing oder Ransomware, wird immer häufiger und raffinierter und zielt direkt auf Seniorinnen und Senioren ab.
Viele Jugendliche scheinen über intuitive Kenntnisse bei der Bedienung von Smartphones und Tablets zu verfügen, ihre Kenntnisse hinsichtlich der IT-Grundlagen und der EDV-Anwendungen sind jedoch oft lückenhaft.
Bei gewissen Behinderungen kann der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln zur sprachlichen Selbstermächtigung (durch eine Kommunikationsschnittstelle) oder in der Ausbildung (insbesondere bei Dys-Störungen) wertvoll sein.
Die Strategie «Digitale Schweiz 2025», die jedes Jahr überarbeitet wird, befasst sich nicht mit der digitalen Kluft. Für viele Akteure (einschliesslich der Kantone) wäre eine Strategie gegen die digitale Kluft im Zeitalter der künstlichen Intelligenz eine wertvolle Orientierungshilfe für ihr Handeln.
This text exists only in German.
The Federal Council's opinion
Die Anliegen des Postulats werden im Bericht in Erfüllung des Postulats 23.3621 Weber «Digitale Kluft. Eine Zweiklassengesellschaft vermeiden» berücksichtigt.
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
This text exists only in German.
The Federal Council's proposal
Annahme
This text exists only in German.
Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 24.09.2026. Raw data
Not an official publication. Names, figures and the texts of the votes appear unchanged, exactly as the Parliamentary Services publish them.
