Parliament / Business / 26.4392
Staukosten aktualisieren – Entscheidungsgrundlage für Verkehr ’45
submitted on 01.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (01.10.2026)
Through the chambers
The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.
No decision by a chamber or a committee yet.
Submitted text
Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht die volkswirtschaftlichen Kosten der Verkehrsüberlastung auf dem Schweizer Strassennetz auf aktueller Datenbasis neu zu schätzen. Der Bericht soll insbesondere:
1. die Kosten nach Betroffenen (Personenverkehr, Gewerbe, Güterverkehr und Logistik) ausweisen;
2. die voraussichtliche Entwicklung dieser Kosten bis 2045 prognostizieren, mit und ohne die im Rahmen von Verkehr ’45 vorgesehenen Ausbauten.
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Reasons
Die letzte Schätzung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) bezieht sich auf das Jahr 2019 und beziffert die Staukosten auf über 3 Milliarden Franken pro Jahr. Seither hat sich die Lage deutlich verschärft: Gemäss Verkehrsflussbericht des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) stieg die Zahl der Staustunden auf den Nationalstrassen von rund 30’200 (2019) auf 68’040 (2025) – mehr als eine Verdoppelung. 89 Prozent davon sind auf Verkehrsüberlastung zurückzuführen. Die Schätzung von 2019 bildet die heutige Realität nicht mehr ab.
Die Folgen tragen Pendlerinnen und Pendler ebenso wie Gewerbe und Logistik: Handwerksbetriebe verlieren produktive Arbeitszeit, Lieferketten werden unzuverlässiger, Kosten steigen.
Mit Verkehr ’45 legt der Bundesrat die Ausbauprioritäten bis 2045 fest. Damit Parlament und Öffentlichkeit Nutzen und Wirkung dieser Vorhaben beurteilen können, braucht es aktuelle Zahlen und eine Prognose. Die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation 26.3770 stützt sich auf die Werte von 2019 und genügt dafür nicht.
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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 30.10.2026. Raw data
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