The content is machine-translated from German and has not been reviewed; the German original is authoritative. Quotations from sources appear in their original language.

Parliament / Business / 26.4604

26.4604MotionVBSpending

Kein Rüstungsmaterial aus Israel, solange das Völkerrecht missachtet wird

submitted on 02.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (02.10.2026)

Internationale PolitikSicherheitspolitikInternationales Recht

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Der Bundesrat wird beauftragt, auf die Beschaffung von Kriegsmaterial israelischer Rüstungsunternehmen zu verzichten und diese Unternehmen von laufenden und künftigen Evaluations- und Beschaffungsverfahren auszuschliessen, solange der Staat Israel in einen bewaffneten Konflikt involviert ist und ihm schwere Verletzungen des Völkerrechts – insbesondere des humanitären Völkerrechts – zugerechnet werden.

This text exists only in German.

Die Schweiz kann sich nicht einerseits zum Völkerrecht bekennen und andererseits neue Verträge mit der Rüstungsindustrie eines Staates abschliessen, der schwere Völkerrechtsverletzungen begeht.

Das Thema ist gerade äusserst aktuell: Das VBS verhandelt momentan mit Herstellern aus Frankreich, Israel und Südkorea hinsichtlich Beschaffung eines neuen Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite.

Die Völkerrechtsverletzungen in Gaza und den besetzten palästinensischen Gebieten sind umfassend dokumentiert. Eine internationale unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kam 2025 insbesondere zum Schluss, dass in Gaza ein Genozid begangen wird, und der Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehle gegen den Premierminister und den ehemaligen Verteidigungsminister Israels wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen.

Vor diesem Hintergrund würden mit dem Kauf von Armeematerial israelischer Unternehmen öffentliche Gelder der Schweiz in die Rüstungsindustrie eines Staates fliessen, der aktuell in mehrere bewaffnete Konflikte involviert ist. Eine solche Beschaffungspolitik wirft offensichtliche Fragen zur Kohärenz und Glaubwürdigkeit der Neutralitätspolitik der Schweiz auf.

Zudem ist eine solche Beschaffungspolitik schwer vereinbar mit dem Engagement der Schweiz zugunsten der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts, deren Achtung und Förderung Prioritäten der Aussenpolitik sind. Die Schweiz muss die Konsequenzen daraus auch in ihrer Politik zur Beschaffung von Armeematerial ziehen.

This text exists only in German.

Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 21.10.2026. Raw data

Not an official publication. Names, figures and the texts of the votes appear unchanged, exactly as the Parliamentary Services publish them.