Parliament / Business / 26.4635
Warum wird nichts gegen die steigenden Pestizidrückstände in Lebensmitteln unternommen?
submitted on 02.10.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (02.10.2026)
Through the chambers
The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.
No decision by a chamber or a committee yet.
Submitted text
Im Frühjahr wurden die Ergebnisse des Monitoringprogramms zur Überwachung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln für die Jahre 2023 und 2024 veröffentlicht. Dieses Monitoringprogramm dient dazu, den Erfolg des Aktionsplans zu Pflanzenschutzmitteln zu messen, der dazu dient, die Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten zu verringern. Das Ziel des Aktionsplans ist es, die Risiken zu reduzieren, die mit dem Einsatz von Pestiziden verbunden sind. Die seit 2020 erhobenen Daten zeigen jedoch, dass Proben seit Beginn der Überwachung zunehmend sowohl über der Bestimmungsgrenze liegen als auch den Rückstandshöchstgehalt überschreiten.
Die Zeitschrift «Bon à Savoir» hat ebenfalls die in der Schweiz angebauten Kopfsalate untersuchen lassen. Mehr als die Hälfte der Proben wies Pestizidrückstände auf. Die Ergebnisse stimmen mit denen des Monitoringprogramms des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen überein.
Am häufigsten werden Pestizide mit Per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) nachgewiesen. Dazu zählt zum Beispiel der Wirkstoff Fluopyram, der zu Trifluoressigsäure (TFA) abgebaut werden kann und der vergangenes Jahr in Dänemark verboten worden ist. TFA gilt als reproduktionstoxisch. Der Wirkstoff Acetamiprid gehört ebenfalls zu den am häufigsten nachgewiesenen Stoffen. Er gehört zur Gruppe der Neonicotinoide und wurde in den vergangenen Jahren vermehrt verkauft. Ein weiteres Beispiel ist der Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin, ein PFAS-Insektizid, das für Wasserorganismen hochgradig toxisch ist und ebenfalls zu TFA abgebaut werden kann. Wenn solche Rückstände in Lebensmitteln nachgewiesen werden können, befinden sich diese Stoffe auch in der Umwelt.
Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
1. Wie erklärt er den Anstieg der Pestizidrückstände in Lebensmitteln? Müsste sich dieser Trend nicht umkehren, wenn der Aktionsplan wie geplant umgesetzt wird?
2. Wie haben sich die Rückstände von Pestiziden mit PFAS seit Beginn des Monitoringprogramms entwickelt? Wie beeinflusst dies die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten, wenn man bedenkt, dass PFAS sich im Körper anreichern und nicht abgebaut werden können?
3. Wie haben sich die Rückstände von Neonicotinoiden seit Beginn des Monitoringprogramms entwickelt? Wie beeinflusst dies den Schutz von Wildbienen und anderen Insekten?
4. Wie haben sich die Rückstände von Pyrethoroiden seit Beginn des Monitoringprogramms entwickelt? Wie beeinflusst dies den Gewässerschutz?
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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 30.10.2026. Raw data
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