Armee: Wer die Verteidigungsfähigkeit bestreitet, gibt das Instrument der Neutralität preis
Bern einfach, episodio del 07.09.202622:21–28:00 · 6 min
Opinione di Bern einfach · condensata dal Redaktor
Die europäischen Armeen sind heruntergefahren, und auch die Schweizer Armee ist nicht mehr glaubwürdig aufgestellt. Wer öffentlich erklärt, die Schweiz könne sich nicht verteidigen, schwächt die Abschreckung, statt sie zu stärken. Zuerst muss geprüft werden, ob das vorhandene Material und die eingesetzten Milliarden überhaupt funktionieren.
Die Schweiz kann nicht jeden Angriff abwehren, aber eine Armee muss einem Angreifer den Eintrittspreis so hoch machen, dass er mit maximalen Verlusten rechnen muss. Diese Aufgabe bleibt bestehen, auch wenn moderne Waffen die Lage verändert haben. Ein Wiederaufbau ist nötig, und dafür braucht es nicht erst einen Krieg.
Von der militärischen Führung wird erwartet, dass sie Verteidigungsbereitschaft vermittelt und nicht die Unmöglichkeit der Verteidigung. Wer Mittel fordert, soll zuerst zeigen, was mit den bereits gesprochenen Milliarden geschieht. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde die Verteidigungsfähigkeit von Fachleuten bestritten, und dennoch hat die Bereitschaft gewirkt.
Der Rückzug der USA aus Europa geschieht nicht aus Willkür, sondern weil die Mittel fehlen. Damit entfällt die Grossmacht, auf deren Schutz sich europäische Staaten verlassen haben. Ein Verlass auf ein Bündnis ersetzt eigene Anstrengungen nicht.
Die europäischen Armeen sind alle am Boden gefahren, alle.
Man hat immer zu wenig in der Armee.
Cosa ha schwur.ch su questo tema
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