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Geschlechterquoten in Sportverbänden: Der Nationalrat entscheidet richtig

Bern einfach, Folge vom 15.09.202607:12–11:40 · 4 Min.

Meinung von Bern einfach · verdichtet vom Redaktor

Der Nationalrat hat einer Motion von Stefanie Heimgartner deutlich zugestimmt und damit Geschlechterquoten für Sportverbände abgelehnt. Der Bundesrat war dagegen. Der Entscheid ist richtig, weil der Sport weitgehend ehrenamtlich getragen wird und die Verbände schon heute Mühe haben, Leute zu finden.

Die Motion der Aargauer Nationalrätin Stefanie Heimgartner verlangt, die von Viola Amherd eingeführte Quotenregelung für Dachverbände des Sports rückgängig zu machen. Der Nationalrat hat ihr deutlich Folge gegeben, bei einigen Enthaltungen. Bundesrat Martin Pfister vertrat die Gegenposition; dass dabei kaum eine eigene Distanz zur Regelung seiner Vorgängerin erkennbar war, ist auffällig.

Bei der SVP enthielt sich unter anderem Céline Amaudruz, bei der FDP stimmten Simone de Montmollin und Alex Farinelli dagegen. Die Begründung, Frauen würden in Sportverbänden behindert, klingt gefällig, trifft aber die Wirklichkeit nicht. Der Sport ist zum grossen Teil ehrenamtlich organisiert; für die meisten Verbände ist es schwierig, überhaupt Leute für die Führung zu finden, unabhängig vom Geschlecht.

Dass Frauen ehrenamtlich anders engagiert sind als Männer, hat viele Gründe, unter anderem Verpflichtungen in der Familie. Eine Quote hätte die Lage der Verbände nur erschwert. Mit derselben Logik liessen sich Quoten für Sprache oder andere Merkmale fordern, was den Unsinn des Ansatzes zeigt.

Die Regelung passt zu einer Amtszeit, die auch bei der Beschaffung der Kampfflugzeuge schwere Probleme hinterlassen hat. Die Ära von Viola Amherd bleibt damit in Erinnerung als eine, an die man nicht gern zurückdenkt.

Für die Führung von diesen Verbänden sind jetzt schon zu wenige Leute
aus der Sendung, 10:48 · Anhören
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