Parlament / Geschäfte / 25.3333
Nationale Strategie für Kinder- und Jugendpolitik
eingereicht am 21.03.2025 in der Frühjahrssession 2025Erstrat: NationalratÜberwiesen an den Bundesrat (12.03.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 20.06.2025NationalratBekämpft. Diskussion verschoben
- 12.03.2026NationalratAnnahme
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird beauftragt in einem Bericht aufzuzeigen wie eine nationale Strategie für Kinder und Jugendliche entwickelt werden kann, die auf drei Säulen beruht: Schutz, Förderung und Partizipation. Dabei wird er die unterschiedlichen Zuständigkeiten innerhalb der Bundesverwaltung und die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen berücksichtigen und relevante Organisationen der Zivilgesellschaft einbeziehen.
Begründung
Seit dem Inkrafttreten des KJFG haben sich die Bedürfnisse und Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche konfrontiert sind, erheblich verändert. Es sind neue Herausforderungen hinzugekommen, wie die Auswirkungen des digitalen Wandels, die Vielfalt der Familienstrukturen und die wachsende Bedeutung ausserschulischer Aktivitäten zur Entwicklung sozialer und staatsbürgerlicher Kompetenzen. Eine nationale Strategie für Kinder und Jugendliche ist von entscheidender Bedeutung, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Sie würde mithelfen, dass alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz die gleichen Entwicklungs-, Partizipations- und Schutzmöglichkeiten haben. Weiter würde die Strategie den sozialen Entwicklungen und den spezifischen Bedürfnissen dieser Bevölkerungsgruppe Rechnung tragen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass der Bundesrat eine solche Strategie in Zusammenarbeit mit den Kantonen, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft ausarbeitet. Die Strategie soll die Empfehlungen des Berichts "Für eine schweizerische Kinder- und Jugendpolitik" (2008) berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Kinder- und Jugendpolitik auch im aktuellen Kontext relevant und wirksam bleibt.
Die Kinder- und Jugendpolitik muss auf drei Säulen beruhen: Schutz, Förderung und Partizipation. Die Kantone und Gemeinden haben verschiedene Massnahmen eingeführt, um den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, doch diese Bemühungen sind bruchstückhaft und ungleichmässig. Der Bericht der FHNW aus dem Jahr 2024, der vom BSV und der SODK unterstützt wurde, weist auf die Ungleichheiten und Lücken in der Kinder- und Jugendpolitik der Schweiz hin. Es bedarf eines klaren und kohärenten Rahmens, um Chancengleichheit im ganzen Land zu gewährleisten. Eine verstärkte Koordination und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Regierungsebenen und den betroffenen Organisationen ist wünschenswert und erforderlich.
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
Antrag des Bundesrates
Annahme
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 19.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
