Parlament / Geschäfte / 26.1033

26.1033AnfrageWBFoffen

Wird das Schweizer Nationalgestüt weiterhin über die notwendigen Ressourcen verfügen, um seine Aufgaben zu erfüllen?

eingereicht am 19.06.2026 in der Sommersession 2026Erstrat: NationalratStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (26.08.2026)

StaatspolitikFinanzwesenLandwirtschaft

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Laut «La Liberté» vom 19. Juni 2026 soll das Schweizer Nationalgestüt (SNG) im Bereich der Pferdeforschung drei Stellen streichen. Diese Massnahme ist Teil des Sparprogramms, das Agroscope am 16. Juni 2026 angekündigt hat. Sie folgt auf weitere Sparprogramme, von denen das SNG zwischen 2024 und 2026 betroffen war (Frage 24.7011).

1. In welcher Höhe sieht das von Agroscope am 16. Juni 2026 angekündigte Programm Einsparungen beim SNG vor?

2. Muss das SNG im gleichen Umfang Einsparungen vornehmen wie die übrigen Bereiche von Agroscope?

3. Kann das SNG seine Aufgaben gemäss Tierzuchtverordnung weiterhin vollumfänglich wahrnehmen, entsprechend dem Willen des Parlaments, der in den Debatten zur parlamentarischen Initiative Feller 17.461 und zur Motion der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats 19.3415 zum Ausdruck gekommen ist?

4. Ist der Fortbestand des SNG gefährdet oder ist dies nicht der Fall?

Zu 1) Die verschiedenen von Bundesrat und Parlament beschlossenen Einsparungen im Eigenbereich zur Einhaltung eines schuldenbremsenkonformen Budgets betreffen auch Agroscope. Konkret wird das ordentliche Jahresbudget bis Ende 2029 im Vergleich zu 2023 um rund 10 Millionen Franken reduziert. Zur Erfüllung dieser Sparvorgaben ist eine Fokussierung des Forschungsportfolios unumgänglich. Diese hat direkte Auswirkungen auf die Leistungserbringung für die Land- und Ernährungswirtschaft. Insgesamt baut Agroscope 58 Vollzeitstellen ab, davon 2,9 Stellen in Avenches.

Zu 2) Der Bundesrat fokussiert das Portfolio von Agroscope auf die Kernaufgaben zur Erarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die landwirtschaftliche Praxis, Grundlagen für agrarpolitische Entscheide sowie Vollzugsaufgaben. Die thematische Umsetzung der Fokussierung folgt agrarpolitischen Grundsatzentscheiden von Bundesrat und Parlament. In der Konsequenz sind nicht alle aktuellen Forschungsthemen gleichermassen von den Kürzungen betroffen. Künftig liegt der Fokus auf der Forschung zur Primärproduktion und zu Umweltwirkungen der Landwirtschaft.

Zu 3 - 4) Der Bund wird die in der Tierzuchtverordnung (SR 916.310, TZV) festgelegten Aufgaben des Schweizer Nationalgestüts auch mit reduzierten Personalressourcen weiterhin erfüllen. Er konzentriert sich künftig auf den Erhalt der Freibergerrasse sowie den Wissenstransfer zugunsten der Praxis, reduziert jedoch seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Equiden. Der Fortbestand des Schweizer Nationalgestüts ist durch die aktuellen Sparmassnahmen nicht infrage gestellt.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.