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26.4005InterpellationUVEKoffen

Wo bleibt die Botschaft zur Plattformregulierung?

eingereicht am 19.06.2026 in der Sommersession 2026Erstrat: NationalratStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (19.08.2026)

WirtschaftMedien und Kommunikation

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

• Wann genau wird der Bundesrat die Botschaft vorlegen?

• Warum hat der Prozess bisher insgesamt so lange gedauert?

• Warum verzögert er sich auch nach Abschluss der Vernehmlassung weiterhin?

• Welche unterschiedlichen Interessen haben im Bundesrat insgesamt zu dieser Verzögerung geführt?

• Für wie dringlich erachtet der Bundesrat die Problematik? Aus welchen Gründen?

• Was sagt der Bundesrat zur Feststellung, dass die Vorlage viel zu spät kommt?

Die Regulierung der Kommunikationsplattformen ist eine für unsere Gesellschaft bedeutende und mittlerweile sehr dringende Aufgabe. Es geht um nicht weniger als um die Rechte der Konsument:innen im digitalen Raum und um erhebliche Risiken für die Gesellschaft als Gesamtes. Trotzdem kommt das Projekt äusserst langsam voran. Die ihr zugrunde liegende Motion wurde im Nationalrat bereits 2018 und im Ständerat 2019 angenommen! Nun ist die Vernehmlassung abgeschlossen und die Schweiz wartet auf den Botschaft des Bundesrates.

Angesichts des langsamen Fortschreitens des Gesetzesprojekts stellen sich Fragen. Der Interpellant bittet den Bundesrat, die folgenden Fragen konkret und einzeln zu beantworten:

Zu Frage 1:

Die Botschaft des Bundesrates wird voraussichtlich im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2027 dem Parlament vorgelegt werden.

Zu Frage 2:

Der Bundesrat hat am 5. April 2023 das UVEK beauftragt, bis Ende März 2024 eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten. Bei der Ausarbeitung der Vorlage hat sich gezeigt, dass vertiefte Abstimmungen erforderlich waren, um sicherzustellen, dass der Vorentwurf zum Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (VE-KomPG) allen rechtlichen Anforderungen entspricht. Daher haben die Arbeiten mehr Zeit in Anspruch genommen.

Zu den Fragen 3, 5 und 6:

Dem Bundesrat ist es ein wichtiges Anliegen, die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer im digitalen Raum zu stärken sowie die sehr grossen Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen zu mehr Transparenz zu verpflichten. Derzeit ist die Auswertung der am 16. Februar 2026 beendeten Vernehmlassung zum VE-KomPG noch in Gang. Der Bundesrat hat aufgrund der Rückmeldungen aus der Vernehmlassung bereits beschlossen, Jugendschutzmassnahmen in die Vorlage zu integrieren.

Der Gesetzgebungsprozess in der Schweiz ist stark auf Konsens und frühzeitigen Einbezug der betroffenen Kreise ausgelegt. Dieser Prozess braucht seine Zeit.

Zu Frage 4:

Die Inhalte der Diskussionen während den Bundesratssitzungen sind nicht öffentlich.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.