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Problematik der kostenintensiven medizinischen Grossgeräte (MRT, CT-Scanner, PET-Scanner usw.)
eingereicht am 24.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (24.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Die Problematik der kostenintensiven medizinischen Grossgeräte (MRT, CT-Scanner, PET-Scanner usw.) ist zu einer bedeutenden Herausforderung für die Kostendämpfung in der OKP geworden.
Diese Geräte erfordern sehr hohe Investitionen, die häufig mehrere Millionen Franken betragen. Nach der Inbetriebnahme besteht naturgemäss ein Interesse der Betreiber, die Geräte möglichst auszulasten, um die Fixkosten zu amortisieren und die Wirtschaftlichkeit der Investition sicherzustellen.
Dabei besteht das Risiko einer angebotsinduzierten Nachfrage:
• je mehr Geräte verfügbar sind;
• desto einfacher können Untersuchungen verordnet werden;
• desto stärker steigt die Zahl der durchgeführten Untersuchungen;
• desto höher fallen die Kosten zulasten der OKP aus;
• desto grösser wird der Druck auf die Prämien.
Das Phänomen der angebotsinduzierten Nachfrage ist in der Gesundheitsökonomie seit Langem bekannt. Die Zunahme der Anzahl medizinischer Grossgeräte entspricht nicht immer einem zusätzlichen medizinischen Bedarf der Bevölkerung, kann jedoch zu einer Erhöhung des Leistungsvolumens führen, die nicht in jedem Fall medizinisch gerechtfertigt ist.
Vor diesem Hintergrund erlaube ich mir, dem Bundesrat folgende Fragen zu stellen:
• Stellt der Bundesrat einen Zusammenhang zwischen der Zunahme der Anzahl medizinischer Grossgeräte im Bereich der Bildgebung und dem Anstieg des zulasten der OKP vergüteten Leistungsvolumens fest? In welchem Bereich steigen sie am Meisten?
• Sieht der Bundesrat Anhaltspunkte dafür, dass die Notwendigkeit, Investitionen in medizinische Grossgeräte wirtschaftlich auszulasten, einen Einfluss auf das Volumen der durchgeführten Untersuchungen hat? Weshalb genau?
• Ist der Bundesrat der Ansicht, dass das aktuelle Angebot an medizinischen Grossgeräten in der Schweiz dem Bedarf der Bevölkerung entspricht, oder beobachtet er in einzelnen Regionen Überkapazitäten? Wo genau sind welche Grossgeräte vorhanden?
• Wie würde sich ein degressiver Abschreibungssatz auf die Vergütung solcher Untersuche auswirken? Könnte dieses Modell auf die Spitalfinanzierung Auswirkungen haben?
• Primär sind die Kantone im Besitz solcher teuren Anlagen. Sie sind also Anbieter und Nutzniesser dieses Angebotes. Wie begegnet der Bundesrat diesem Thema mit den Kosten für die OKP?
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 25.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
