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26.4265Interpellationoffen

Rechenzentren – Energieverbrauch, Abwärmenutzung und Bewilligungsverfahren

eingereicht am 24.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (24.09.2026)

Medien und KommunikationUmweltEnergie

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird angesichts der zunehmenden Bedeutung grosser Rechenzentren für die Erbringung digitaler Dienstleistungen und des damit verbundenen hohen Energiebedarfs um die Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:

• Welche bundesrechtlichen Bestimmungen gelten heute für den Bau und Betrieb grosser Rechenzentren im Bereich der Energieeffizienz?

• Wie beurteilt der Bundesrat die Auswirkungen des zunehmenden Stromverbrauchs von Rechenzentren auf das Stromnetz und die Versorgungssicherheit? Sind zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz vorgesehen?

• Welche Vorgaben bestehen für die Nutzung der Abwärme von Rechenzentren? Sollte bei grossen Anlagen geprüft werden, ob die Abwärme in Fernwärmenetze oder andere Wärmenetze eingespeist werden kann?

• Werden die Auswirkungen grosser Rechenzentren auf Stromnetz, Wasserressourcen, Lärm, Luftqualität und Wohnqualität im Rahmen des Bewilligungsverfahrens gesamthaft beurteilt? Falls dies heute nicht oder nur teilweise geschieht: Wo sieht der Bundesrat entsprechende Lücken?

• Plant der Bundesrat Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen oder der Vollzugshilfen für grosse Rechenzentren? Falls ja, welche Ziele sollen damit erreicht werden? Falls nein, weshalb sieht er keinen entsprechenden Handlungsbedarf?

In der Schweiz entstehen immer mehr grosse Rechenzentren. Sie sind für den Betrieb digitaler Dienstleistungen von grosser Bedeutung, benötigen gleichzeitig aber erhebliche Mengen an Energie. Der Stromverbrauch der Schweizer Rechenzentren lag 2024 bei rund 2,1 TWh. Bis 2030 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet; je nach Prognose werden 2,5 bis 3,2 TWh erwartet.

Mit dem hohen Energieverbrauch fällt auch viel Abwärme an. Diese wird heute nur zu einem begrenzten Teil genutzt. Gleichzeitig sind bei der Bewilligung solcher Anlagen verschiedene Behörden auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene zuständig. Dadurch stellt sich die Frage, ob die Auswirkungen auf Stromversorgung, Ressourcen und Umwelt tatsächlich gesamthaft betrachtet werden.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 25.09.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.