Parlament / Geschäfte / 26.4302
Wo steht der Bund bei naturbasierten Lösungen für Hitze- und Trockenheitsresilienz?
eingereicht am 29.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (29.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:
• Welche Erkenntnisse liegen dem Bundesrat aus bereits umgesetzten Revitalisierungen von Fliessgewässern und Auen vor mit Blick auf die Minderung von Hochwasser-, Hitze- und Trockenheitsrisiken?
• Wie beurteilt der Bundesrat den Stand der kantonalen Revitalisierungsplanungen gemäss Gewässerschutzgesetz hinsichtlich ihres Potenzials, Wasser länger in den Einzugsgebieten zurückzuhalten?
• Welche Fläche an Gewässerräumen wurde seit Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen rechtskräftig ausgeschieden, und wie beurteilt der Bundesrat den Stand der Umsetzung in den Kantonen?
• Welche Rolle misst der Bundesrat den Gewässerräumen als Instrument zur Wiederherstellung natürlicher Retentions- und Versickerungsprozesse bei?
• Wie können die Anforderungen an die Gewässerräume, die natürlichen Funktionen zu gewährleisten, integral betrachtet werden, insbesondere aus Sicht extreme Trockenheit, extreme Hitze, extreme Niederschläge, um sie für die Gesellschaft und für die Nutzungen optimal in Wert zu setzen?
• Welche Hindernisse bestehen aus Sicht des Bundesrates bei der Umsetzung von Revitalisierungen und Gewässerräumen auf kantonaler Ebene (z.B. Finanzierung, Zielkonflikte, Vollzugsdefizite oder personelle Ressourcen), und welche Massnahmen plant der Bund, um deren Vollzug zu stärken?
Begründung
Unsere Wasserressourcen geraten aufgrund der Klimakrise zunehmend unter Druck. Auen, Feuchtwiesen, naturnahe Flussläufe, humusreiche Böden oder der Wurzelraum von Wäldern wirken als natürliche «Schwämme». Die wissenschaftliche Literatur zeigt zunehmend, dass solche naturbasierten Lösungen ein bedeutendes Potenzial für die Anpassung an Hochwasser, Trockenheit und Hitze besitzen und dabei zusätzliche Leistungen für Biodiversität, Boden, Landschaft und Klima erbringen. Gleichzeitig weisen verschiedene Untersuchungen darauf hin, dass naturbasierte Lösungen gegenüber rein technischen Massnahmen kosteneffizienter sein können.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 22.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
