Parlament / Geschäfte / 26.4336
Welche Lehren sind aus den ungewöhnlich tiefen Wasserständen und der Hitze zu ziehen?
eingereicht am 30.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (30.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Im Sommer 2026 kam es zu zahlreichen Ereignissen, die auf zu warme Gewässer oder zu tiefe Wasserstände sowie auf die Hitze und Trockenheit generell zurückzuführen waren und die erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Versorgung des Landes hatten. Ein paar Beispiele: Das Atomkraftwerk Beznau musste abgeschaltet werden, weil die Aare zu warm war. Verschiedene Konsumgüter, die auf dem Rhein in die Schweiz transportiert werden, wurden teurer, da die Schiffe aufgrund des niedrigen Pegelstands nicht mehr vollgeladen werden konnten. Die Touristenfahrten auf dem Doubs mussten komplett eingestellt werden, weil der Fluss ausgetrocknet war. In der Landwirtschaft kam es zu grossen Ernteausfällen. Die Wälder litten so unter der Trockenheit, dass die Jungbäume in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Hitzewelle verursachte zahlreiche Todesfälle.
Angesichts dieser Situation stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:
• Wie hoch sind die wirtschaftlichen Verluste sowie die nichtwirtschaftlichen Schäden für die Schweiz im Zusammenhang mit all diesen Ereignissen insgesamt, insbesondere betreffend die Gesundheit der Bevölkerung, die Biodiversität und die Ökosysteme?
• Falls solche Ereignisse zu häufig auftreten (zum Beispiel jedes Jahr), welche Wirtschaftszweige wären dann am stärksten betroffen und welche nichtwirtschaftlichen Folgen wären am kritischsten?
• Welche Anpassungsmassnahmen haben für den Bundesrat Priorität, damit sich diese wirtschaftlichen Kosten und diese Schäden bei künftigen Hitzewellen so weit wie möglich begrenzen lassen?
• Der Aktionsplan 2020–2025 zur Anpassung an den Klimawandel ist Ende 2025 ausgelaufen. Aus welchem Grund hat der Bundesrat nicht unverzüglich im Anschluss daran den neuen Aktionsplan 2026–2030 veröffentlicht?
• Welche Massnahmen des Aktionsplans 2020–2025 konnten nicht vollständig umgesetzt werden, aus welchen Gründen, und hat der Bundesrat Vorkehrungen getroffen, um die Umsetzung angesichts der aktuellen Umstände zu priorisieren?
• Laut dem jüngsten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ist das 1,5-Grad-Ziel kaum noch zu erreichen; es ist ein Anstieg um mindestens 1,8 Grad zu befürchten. Welche zusätzlichen Massnahmen plant der Bundesrat angesichts dieser Tatsache?
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 28.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
