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26.4393InterpellationUVEKoffen

Fischsterben durch Hitze - wurde zu wenig für die Beschattung von Fliessgewässern und Kaltwasserrefugien gemacht?

eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (01.10.2026)

Umwelt

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

• Welche konkreten Massnahmen zur Verminderung des Hitzestresses und Hitzetodes von Fischen und Gewässerorganismen wurden seit den Hitzesommern 2019 und 2022 von Bund und Kantonen umgesetzt, insbesondere zur Beschattung von Fliessgewässern gemäss GSChV Art.41cquarter sowie zur Sicherung und Wiederherstellung von Kaltwasserrefugien?

• Wie beurteilt der Bundesrat angesichts des massiven Fischsterbens im Sommer 2026 die bisherige Umsetzung dieser Massnahmen? Weshalb wurden diese offenbar nicht ausreichend umgesetzt? Wo bestehen die grössten Defizite?

• Ist der Bundesrat bereit, die Beschattung besonders hitzegefährdeter Gewässer sowie den Erhalt und Wiederanschluss kühler Seitengewässer, Quellbäche und anderer Kaltwasserrefugien gezielt zu beschleunigen? Wo sieht der Bundesrat sich in der Pflicht, wo und wie sieht der Bundesrat die Verantwortung von Kantonen und Gemeinden?

• Welche zusätzlichen Massnahmen und finanziellen Mittel sind aus Sicht des Bundesrates notwendig, damit die einheimischen Fischpopulationen und das Gewässerökosystem trotz steigender Wassertemperaturen langfristig erhalten werden können?

Der Sommer 2026 hat die Schweizer Gewässer ausserordentlich stark belastet. Hohe Wassertemperaturen und tiefe Abflüsse führten zu massivem Hitzestress und zum Tod sehr vieler Fische. Besonders betroffen sind kälteliebende Arten wie Forellen und Äschen. Das Problem und mögliche Gegenmassnahmen sind seit Jahren bekannt. Bereits in seiner Antwort auf die Frage Friedl 18.5411 «Wärmestress der Fische durch Abwärme aus AKWs» befasste sich der Bundesrat mit den Folgen steigender Wassertemperaturen durch die Klimaerwärmung für die einheimischen Fische. Auch im Bericht in Erfüllung des Postulats UREK-N 15.3795 «Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern» wurde die Problematik aufgegriffen. Unter anderem wurde die Förderung von Ufergehölzen zur Beschattung der Gewässer als Massnahme gegen die Erwärmung thematisiert. Besonders deutlich wurde der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 23.4202: Er verwies darauf, dass die Beschattung durch Bestockung als Massnahme AP2-b7 in den Aktionsplan 2020–2025 zur Anpassung an den Klimawandel aufgenommen wurde. Zudem werde gemeinsam mit den Kantonen geklärt, wie Ufervegetation und Beschattung stärker gefördert werden können.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 21.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.