Parlament / Geschäfte / 26.4501
Was, wenn mehr KI als Demokratie drinsteckt?
eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (01.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Eine neue Parlaments-KI «PIA» soll uns Parlamentariern fixfertige Vorstösse liefern können. Gleichzeitig ist auch in der Bundesverwaltung KI immer mehr im Einsatz. Da stellen sich einige Fragen für die Zukunft der Demokratie:
- Welche Gedanken hat man sich im Rahmen der Ausarbeitung von PIA gemacht, was das Tool in der Pilotphase und in Zukunft für die Anzahl und Qualität der eingereichten Vorstösse bedeuten könnte?
- Wurde darüber diskutiert und wurden die Konsequenzen für unsere Demokratie besprochen, dass wir in wenigen Monaten das Phänomen haben könnten, dass KI generierte Vorstösse auf Verwaltungsseite durch KI beantwortet werden, und diese Antworten wiederum durch KI ausgewertet werden und wieder neue Vorstoss-Ideen durch KI generiert werden?
- Wie verhindern wir unnötige Bürokratie, die durch KI entstehen könnte? Unlängst titelte die NZZ «Wir sollten uns nicht vor Killerrobotern fürchten, sondern vor KI in der Bürokratie».
- Wie wird verhindert, dass PIA durch Trainingsdaten, Systemvorgaben oder die Auswahl der verwendeten Quellen bestimmte Themen, Perspektiven oder Lösungsansätze systematisch bevorzugt oder vernachlässigt?
- Nach welchen Kriterien wird die Pilotphase ausgewertet und welche demokratiepolitischen Aspekte werden dabei berücksichtigt?
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 30.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
