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Erfolgreiches Programm «Jugend und Musik» nachhaltig sichern

eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (01.10.2026)

FinanzwesenSoziale FragenBildungKultur

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird beauftragt, die finanziellen Mittel für das Programm «Jugend und Musik» (J+M) ab 2027 der wachsenden Nachfrage entsprechend plafondserhöhend anzuheben und im Rahmen der nächsten Kulturbotschaft eine nachhaltige finanzielle Weiterentwicklung des Programms sicherzustellen.

Damit soll gewährleistet werden, dass der Erfolg und das weitere Wachstum des Programms nicht zu einer generellen Kürzung der Unterstützungsbeiträge oder zur Ablehnung von Gesuchen allein aufgrund ausgeschöpfter finanzieller Mittel führen.

Das 2016 lancierte Programm «Jugend und Musik» (J+M) hat sich zu einem wichtigen Instrument des Bundes zur Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Es unterstützt Musikkurse und Musiklager und ermöglicht jungen Menschen den Zugang zum aktiven Musizieren.

Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2025 wurden die verfügbaren Bundesmittel von rund 3 Millionen Franken erstmals vollständig ausgeschöpft. Das Bundesamt für Kultur (BAK) rechnet mit einem weiteren Wachstum, während die finanziellen Mittel unverändert bleiben sollen.

Als Folge davon werden gemäss Mitteilung des Bundesamtes für Kultur ab 1. Januar 2027 die lektionen- bzw. teilnehmerbasierten Beiträge um 10 Prozent und die Übernachtungspauschale von 20 auf 15 Franken reduziert. Sollten die Bundesmittel trotz dieser Massnahmen ausgeschöpft sein, werden keine weiteren Gesuche mehr bewilligt.

Der Erfolg von J+M darf nicht dazu führen, dass die Unterstützung reduziert oder der Zugang zum Programm eingeschränkt wird. Für 2027 ist deshalb eine plafondserhöhende Zunahme der Mittel von rund 3 auf 4 Millionen Franken angezeigt. Gleichzeitig braucht J+M über 2027 hinaus eine verlässliche finanzielle Perspektive. Als Orientierung erscheint eine schrittweise Erhöhung auf 4.5 Millionen Franken im Jahr 2028 sinnvoll. Mit der nächsten Kulturbotschaft 2029-2032 soll eine Ausfinanzierung des Programms gesichert werden.

Musikalische Bildung stärkt Kreativität, Eigenverantwortung, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Teilhabe. Gemeinsames Musizieren kann zudem einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten. Gleichzeitig fördert J+M den Nachwuchs für Musikvereine, Ensembles, Chöre und Orchester und stärkt damit eine in allen Regionen unseres Landes tief verankerte Breitenkultur.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 29.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.