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26.4565PostulatWBFoffen

Eine langfristige Lösung für den Schweinemarkt

eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)

WirtschaftLandwirtschaft

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, wie gemeinsam mit der Branche eine langfristige Lösung für die Krise auf dem Schweinemarkt gefunden werden könnte. Prüfenswert wären einmalige Beiträge für Bauern, die auf einen anderen Betriebszweig umstellen oder die Bestände stark zurückfahren wollen.

Der Schweinemarkt in der Schweiz ist gezeichnet von Hochs und Tiefs, dem sogenannten Schweinezyklus. Dies ist grundsätzlich nichts Neues und auch nicht weiter beunruhigend, doch war zuletzt das Überangebot an Schweinen so gross, dass tonnenweise Schweinefleisch in andere europäische Länder exportiert und eingefroren werden musste.

Die aktuelle Überproduktion von Schweinefleisch macht auch Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz zu schaffen. SRF schrieb im März 2026, der durchschnittliche Preis für Schlachtschweine sei um 27 Prozent gefallen. «Die Züchter in der Schweiz produzieren jede Woche 53'000 Schlachtschweine. Ideal für einen fairen Preis wären 44'000 Schweine.» Der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporc wollte Züchterinnen und Züchter deshalb mit finanziellen Anreizen zum Aufhören bewegen. Die Idee zu dieser freiwilligen Massnahme wurde am 27. Mai 2026 von der Basis des Verbandes knapp verworfen, der Preis für Schweinefleisch dürfte also weiter sinken. Die Argumentation des Bundesrats in Beantwortung des Postulats 23.3411, man wolle die Bestrebungen der Branche nicht stören, greift somit nicht mehr - es braucht jetzt konkrete Massnahmen.

Klar ist, der Bestand an Schweinen muss für eine langfristige Stabilisierung der Produzentenpreise stark reduziert werden. Für die Bauern bedeutet dies eine grosse Herausforderung, da ein spezialisierter Betrieb nicht ohne grosse Verluste aufhören oder die Bestände verkleinern kann. Hier sind der Bund und die Branche gefordert: es gilt nun zu prüfen, inwiefern Bauern bei der Umstellung unterstützt werden könnten. Einmalige Investitionshilfen oder Beiträge für die Betriebsumstellung sind zielführender, als immer wiederkehrende Marktentlastungsmassnahmen, die nur kurzfristig Abhilfe schaffen und viel Geld kosten.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 26.10.2026. Rohdaten

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