Parlament / Geschäfte / 26.4663
Mineralische Rohstoffe unseres Landes stärker nutzen
eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Die Schweiz verfügt über bedeutende natürliche Ressourcen, insbesondere über mineralische Rohstoffe, die für das Bauwesen unverzichtbar sind: Kies, Sand, Kalk, Ton und Hartstein.
Gemäss swisstopo werden in der Schweiz jährlich knapp 55 Millionen Tonnen mineralischer Rohstoffe verbraucht, wobei ein Grossteil des Bedarfs durch die inländische Produktion gedeckt werden kann. Diese Ressourcen sind daher ein wichtiger Faktor unserer Versorgungssicherheit.
Dennoch werden Rohstoffe, die in unserem Land verfügbar wären, zuweilen aus dem Ausland importiert und über weite Strecken transportiert. Es scheint widersprüchlich, unsere eigenen Ressourcen unter Einhaltung hoher Umweltstandards zu nutzen und gleichzeitig ähnliche Rohstoffe zu importieren, die Hunderte von Kilometern per Lastwagen zurückgelegt haben – mit den damit verbundenen CO₂-Emissionen.
Durch die Nutzung unserer einheimischen Ressourcen lassen sich die Transportwege verkürzen, CO₂-Emissionen reduzieren, die Autonomie stärken sowie Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen erhalten.
Der Schutz der Umwelt, der Landschaften, der landwirtschaftlichen Flächen und der Gewässer muss selbstverständlich gewährleistet sein. Wenn jedoch Ressourcen verfügbar sind und ihre Gewinnung in der Schweiz zugelassen ist, muss ihre Nutzung Teil unserer Versorgungspolitik sein.
Ich bitte deshalb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
• Welche Bedeutung misst er den einheimischen mineralischen Rohstoffen in seiner Versorgungspolitik bei?
• Welche Mengen an Kies, Sand und anderen Gesteinsmaterialien werden jährlich in die Schweiz importiert, und wie haben sich diese Importe entwickelt?
• Wie erklärt er, dass Rohstoffe über weite Strecken importiert werden, obwohl vergleichbare Ressourcen in der Schweiz verfügbar sind, insbesondere im Hinblick auf die durch den Transport verursachten CO₂-Emissionen?
• Wie werden bei öffentlichen Aufträgen und Infrastrukturprojekten des Bundes die Herkunft der Rohstoffe, die Transportwege, die CO₂-Emissionen und die Verfügbarkeit einheimischer Ressourcen berücksichtigt?
• Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die aktuellen Rahmenbedingungen die nachhaltige Nutzung der Schweizer Bodenschätze ausreichend fördern, und welche Verbesserungen sieht er vor?
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 26.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
