Parlament / Geschäfte / 26.7576
Wie wirkt sich die Änderung der Asylpraxis zu Afghanistan aus?
eingereicht am 10.06.2026 in der Sommersession 2026Erstrat: NationalratErledigt (15.06.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 15.06.2026NationalratSchriftliche Beantwortung der Frage
Eingereichter Text
- Wie viele jener Afghanen und insbesondere Afghaninnen, die seit der Praxisänderung als Flüchtlinge anerkannt wurden, waren schon vorher in der Schweiz? Unter welchem Titel? - Wie viele sind seit der Praxisänderung neu in die Schweiz eingereist? Wie viele davon waren zuvor in Drittstaaten und wie viele kamen direkt aus Afghanistan, um hier um Asyl zu ersuchen?
Stellungnahme des Bundesrates
Seit der Praxisänderung ab Juli 2023 bis Ende April 2026 wurden rund 10 200 afghanische Staatsangehörige als Flüchtlinge anerkannt. Von diesen Personen haben vor der Praxisanpassung rund 49 % bereits mit einem geregelten Aufenthalt in der Schweiz gelebt. Diese Personen verfügten entweder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung B, eine Niederlassungsbewilligung C oder eine vorläufige Aufnahme.
Im gleichen Zeitraum sind rund 13 000 afghanische Staatsangehörige neu in die Schweiz eingereist. Das Staatssekretariat für Migration verfügt über keine spezifischen statistischen Informationen zum letzten Wohnort dieser Personen, weshalb keine Aussagen dazu gemacht werden können.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
