Die Kette beruht auf einem «könnte» und auf «noch deutlicher in Frage gestellt» – die Zweifel an der Verlässlichkeit stammen aus dem Wiederausfuhrregime des Kriegsmaterialgesetzes, das die Initiative unverändert lässt. Der Eintrag ordnet damit einen bestehenden Befund der Initiative zu, ohne den Zusatzeffekt abzugrenzen.
Neutralitätsinitiative / Auswirkungen / Rüstungsindustrie: weniger internationale Zusammenarbeit, Exportregeln unverändert
Rüstungsindustrie
Rüstungsindustrie: weniger internationale Zusammenarbeit, Exportregeln unverändert
Zum Export von Kriegsmaterial und zur Nichtwiederausfuhr sagt die Initiative nichts; dort ändert sich laut Bundesrat nichts. Weil aber die internationale Rüstungszusammenarbeit weiter eingeschränkt würde, könnte die Schweiz als Lieferantin laut Bundesrat noch weniger verlässlich erscheinen, was die auf Exporte angewiesene Rüstungsindustrie schwächen würde.
Einwände und Argumente des Gutachters · 3 · Letztes Gutachten 21.09.2026.
Die Grössenordnung fehlt: Das SECO weist die Kriegsmaterialausfuhren jährlich aus (2023 rund 700 Millionen Franken), dazu kommen Zulieferungen der Tech- und Maschinenindustrie, die statistisch nicht als Kriegsmaterial erfasst werden. Damit wäre der Eintrag mindestens QUANTIFIABLE statt QUALITATIVE_ONLY.
Belege anzeigen
Schweizer Unternehmen haben 2023 gestützt auf Bewilligungen des SECO für 696,8 Millionen Franken Kriegsmaterial in 58 Länder exportiert.
- QuelleAusfuhr von Kriegsmaterial im Jahr 2023 · Staatssekretariat für Wirtschaft SECO / Der Bundesrat
- Versionabgerufen 22.09.2026 · sha256 5f061e…7484a642
Der Eintrag verbindet ein NO_CHANGE-Element (Exportregeln, Nichtwiederausfuhr) mit einem DECREASE-Element (Kooperation) in einem Datensatz. Die Richtung DECREASE bildet nur die zweite Hälfte ab; zwei getrennte Einträge wären klarer und würden die Aussage des Bundesrats, beim Export ändere sich nichts, sichtbarer machen.
Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.
Diese Auswirkung ist nur qualitativ beschrieben. Worauf sie sich stützt, steht rechts.
Belege zur Auswirkung (3)
Dadurch gefährdet die Initiative die Schweizer Technologie- und Rüstungsbranche.
- Fragment#9 · Erste Vorlage: Neutralitätsinitiative, Argumente Bundesrat und Parlament
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 6d27a4…089dbc15
- QuelleVolksabstimmung vom 27. September 2026 – Erläuterungen des Bundesrates
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Die Verlässlichkeit der Schweiz als Lieferantin von Rüstungsgütern und -komponenten könnte im Ausland noch deutlicher in Frage gestellt werden, was die auf Ausfuhren angewiesene Schweizer Rüstungsindustrie zusätzlich schwächen würde.
- Fragment#19 · Ziff. 4.2.2.3, Auswirkungen auf die sicherheitspolitische Zusammenarbeit
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 09ba81…8aa8cf40
- QuelleBotschaft zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vom 27. November 2024 (BBl 2024 3136)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Die Volksinitiative äussert sich nicht zur Thematik des Kriegsmaterialexports oder der Nichtwiederausfuhrerklärung und dürfte hier somit auch keine Änderung herbeiführen.
- Fragment#7 · Ziff. 2.3, Praxis des Bundesrates
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 09ba81…8aa8cf40
- QuelleBotschaft zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vom 27. November 2024 (BBl 2024 3136)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
