Eidgenössische Volksinitiative 'Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen (Waldschutz-Initiative)' / Auswirkungen / Klimawirkung: entgangene fossilfreie Stromproduktion gegen erhaltene Waldkohlenstoffspeicher

Klima & Treibhausgase

Klimawirkung: entgangene fossilfreie Stromproduktion gegen erhaltene Waldkohlenstoffspeicher

2. Ordnungteilweise quantifizierbarRichtung unklarteilweise umkehrbarTreibhausgasbilanz der Schweiz, Waldkohlenstoffspeicher

Zwei gegenläufige Effekte: Einerseits ersetzt Windstrom im europäischen Verbund fossile Erzeugung, weshalb weniger Windausbau die Emissionsbilanz belastet. Andererseits bleiben Rodungsflächen samt ihrem Kohlenstoffspeicher und ihrer Senkenleistung erhalten. Die Rodungsflächen pro Anlage sind klein im Vergleich zur gesamten Waldfläche der Schweiz von rund einem Drittel des Landes, die vermiedene Stromproduktion wirkt dagegen über die gesamte Betriebsdauer. Eine saubere Bilanz verlangt eine Gegenüberstellung beider Grössen.

AmbivalentMethodik

Beide Seiten berufen sich auf Umweltargumente; die Liste braucht einen Posten, der die Klimabilanz beider Richtungen ausdrücklich gegenüberstellt.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 22.09.2026

AmbivalentMethodik

Der Eintrag stellt zwei Effekte gegenüber, nennt aber für keinen eine Zahl, obwohl beide grob berechenbar wären: Kohlenstoffvorrat pro Hektar Schweizer Wald aus dem Landesforstinventar einerseits, vermiedene Emissionen pro TWh verdrängter fossiler Erzeugung andererseits. Die Kodierung AMBIGUOUS ersetzt hier eine machbare Gegenüberstellung.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 25.09.2026

Spricht gegen AnnahmeSicht Gegner

Die Grössenordnungen sind asymmetrisch: Der einmalige Kohlenstoffverlust einer Rodungsfläche von unter einem Hektar je Anlage steht einer über zwanzig bis dreissig Betriebsjahre kumulierten Verdrängung fossiler Erzeugung gegenüber. Der Eintrag lässt offen, was er in der Praxis nahelegt, obwohl die zeitliche Struktur eindeutig ist.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 25.09.2026

Spricht für AnnahmeSicht Befürworter

Der Eintrag zählt nur den Kohlenstoff der Bäume mit. Ein erheblicher Teil des Waldkohlenstoffs liegt im Boden; Rodung, Abtrag und Verdichtung setzen Bodenkohlenstoff frei, und diese Freisetzung wird durch einen Rückbau nicht rückgängig gemacht. Das Landesforstinventar weist Vorräte je Hektare aus, so dass diese Grösse belegbar wäre.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 30.09.2026

AmbivalentMethodik

Die Annahme, Windstrom verdränge im europäischen Verbund fossile Erzeugung, ist zeitabhängig. Je weiter der Umbau der europäischen Stromerzeugung fortschreitet, desto kleiner wird die vermiedene Emission je TWh. Ein Posten über die Betriebsdauer von zwanzig bis dreissig Jahren müsste diesen sinkenden Verdrängungsfaktor offenlegen.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 30.09.2026

Spricht gegen AnnahmeSicht Gegner

Nicht erwähnt ist, dass der Schweizer Wald in einzelnen Jahren bereits als Nettoquelle bilanziert wurde und seine Senkenleistung stark von Trockenheit und Störungen abhängt. Der «erhaltene Speicher» ist damit keine gesicherte Klimaleistung, während vermiedene fossile Erzeugung jährlich anfällt.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 30.09.2026

Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.

Für diese Auswirkung ist noch keine Schätzung veröffentlicht.