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Parliament / Business / 26.4290

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Rascher Ausbau der Bahnachse Genf–Lausanne–Freiburg–Bern

submitted on 29.09.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilEingereicht (29.09.2026)

Verkehr

The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.

No decision by a chamber or a committee yet.

Der Bundesrat wird beauftragt, in der Botschaft 2027 Massnahmen zum Ausbau der Bahnachse Genf–Lausanne–Freiburg–Bern zu einer leistungsfähigen Verbindung vorzusehen. Die Planung soll unter anderem die vollständige Redundanz der Strecke zwischen Lausanne und Genf vorsehen, um die Zuverlässigkeit dieser zentralen Achse zu gewährleisten. Zudem soll sie eine erste Etappe zur Modernisierung der Strecke zwischen Lausanne und Bern umfassen, um die Fahrzeit wie in anderen Landesteilen zu verkürzen.

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Nachdem das Vorhaben bereits mehrfach verschoben wurde, ist es nicht hinnehmbar, dass die Botschaft 2027 keinerlei Aussagen zur Redundanz der Bahnverbindung zwischen Lausanne und Genf enthält. Die Planung des Tunnels Morges–Perroy, eines zentralen Elements für die Robustheit und Kapazität des gesamten Netzes, ist erst für die Botschaft 2031 vorgesehen. Bei einem so stark frequentierten Streckenabschnitt ist eine solche Verschiebung nicht hinnehmbar. Bereits im Rahmen der Bahn 2000 war ein Ausbau der erwähnten Achse vorgesehen! Für die gesamte Strecke zwischen Lausanne und Genf ist eine zusätzliche Doppelspur in Betracht zu ziehen. Dieses Vorhaben muss daher in die Botschaft 2027 aufgenommen werden.

Weiter muss die Strecke zwischen Lausanne und Bern dringend modernisiert werden. Um der erwarteten Verkehrszunahme Rechnung zu tragen und die Fahrzeiten zu verkürzen, sollte auch diese Strecke um eine zusätzliche Doppelspur erweitert werden. Eine Neubaustrecke zwischen Romont und Freiburg soll dabei die erste Etappe bilden und in die Botschaft 2027 aufgenommen werden. Als Zwischenziel ist anzustreben, die Fahrzeit zwischen Lausanne und Bern bis 2045 auf weniger als eine Stunde zu verkürzen.

Die Westschweiz wurde bei den Investitionen in die Bahninfrastruktur zu lange vernachlässigt. Dadurch droht der Schienenverkehr ins Hintertreffen zu geraten, obwohl gerade heute CO₂-arme Verkehrsmittel Priorität haben sollten. Die Nord-Süd-Achse hingegen wurde bevorzugt und ausgebaut. Mit der Anpassung der Botschaft 2027 muss der Bundesrat die Gelegenheit nutzen, diese gravierende Lücke zu schliessen. Das für die nationale West-Ost-Achse bedeutende Projekt verbindet zwei wichtige Wirtschaftsräume der Schweiz – die Genferseeregion und die Region Zürich – und darf nicht auf 2031 verschoben werden.

Die Achse ist zudem von internationaler Bedeutung und die Gewährleistung der Zuverlässigkeit dieser strategischen Fernverkehrsverbindung deshalb unerlässlich. Entgegen den wiederholten Aussagen der SBB hat die Westschweiz zwar finanzielle Mittel erhalten, diese fliessen jedoch in den Unterhalt. Bei den Investitionen in neue Projekte weist die Romandie im gesamtschweizerischen Vergleich einen deutlichen Rückstand auf.

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Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 28.10.2026. Raw data

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