Parliament / Business / 26.7734
Wieso werden die Herkunftsländer bei der Statistik über die Dauer von Asylverfahren nicht erfasst?
submitted on 16.09.2026 in the Herbstsession 2026First chamber: National CouncilErledigt (21.09.2026)
Through the chambers
The chambers' and committees' decisions, in the Parliamentary Services' words.
- 21.09.2026National CouncilSchriftliche Beantwortung der Frage
Submitted text
Gemäss SEM dauert jedes fünfte Asylverfahren länger als sechs Monate. Somit treiben vergleichsweise wenige Fälle die durchschnittliche Verfahrensdauer in die Höhe. Gemäss SEM könne man allerdings nicht sagen, aus welchen Ländern die betreffenden Asylbewerber stammen, obwohl die Asylstatistik die Herkunftsländer klar ausweist. - Bis wann gedenkt der Bundesrat auch bei der Statistik über die Dauer von Asylverfahren die Herkunftsländer zu erfassen? - Wieso wurde bislang darauf verzichtet?
This text exists only in German.
The Federal Council's opinion
Entscheidend für die Dauer von Asylverfahren ist in erster Linie die Komplexität des Einzelfalls. Sie definiert, in welcher Art Verfahren ein Gesuch behandelt wird. Der Herkunftsstaat kann mit Blick auf die Schutzquote ein Indiz für die Dauer von Asylverfahren darstellen. Entscheidend sind aber zahlreiche weitere Faktoren. Die Verknüpfung von Herkunftsstaat und Verfahrensdauer ergibt für die operative Behandlung der Asylverfahren keinen Mehrwert. Deshalb ist nicht vorgesehen, diese Verknüpfung statistisch auszuweisen. Der Fokus liegt auf der Einhaltung der Zielwerte je Art des Verfahrens.
This text exists only in German.
Source: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, retrieved 22.09.2026. Raw data
Not an official publication. Names, figures and the texts of the votes appear unchanged, exactly as the Parliamentary Services publish them.
