Parlament / Geschäfte / 26.4093
Anpassungen an die Trockenheit
eingereicht am 14.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (25.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 17.09.2026KommissionDringlichkeit angenommen
Eingereichter Text
Die aktuelle Trockenheit zeigt deutlich, dass es im Sömmerungsgebiet Anpassungen braucht, um eine langfristige Bewirtschaftung zu sichern. Es ist damit zu rechnen, dass auch in den kommenden Jahren die Wasserverfügbarkeit eine Herausforderung darstellen wird. Es ist daher notwendig, jetzt entschlossen zu handeln. Wird dies nicht gemacht, muss befürchtet werden, dass etliche Sömmerungsgebiet aufgegeben und somit der Verwaldung und Verbuschung preisgegeben werden, mit Folgen für die Biodiversität, die Landschaft und den Tourismus. Die Waldbrandgefahr und damit auch die Bekämpfung von Waldbränden wird in deshalb in Zukunft ein grosse Herausforderung sein! Wasserlagunen könnten unter anderem auch zusätzlich als Löschwasserreserven genutzt werden!
Der Bundesrat wird gebeten: folgenden Fragen zu beantworten:
• Wie ist es möglich die Bewilligung von Bewirtschaftungswegen für Alpen zu vereinfachen und gleichzeitig stärker zu unterstützen, damit bei Bedarf Wasser vereinfacht auf die Alpen gebracht werden kann?
• Welche Möglichkeiten in Bezug auf die Bewilligungsverfahren sieht der Bundesrat für Wasserlagunen um das Anlegen von Wasserreserven auf den Alpen zu ermöglichen?
• Wie ist eine stärkere Finanzierung von Speicherlösungen für Wasser mit Zisternen die Frost tauglich sind möglich?
• Ist der Bundesrat bereit die Anforderungen an Restwassermengen bei Quellfassungen so anzupassen das eine Quelle zu 100 % gefasst werden kann und so verhindert wird das zwei statt nur eine Quelle gefasst werden muss?
Begründung
Bereits in Vergangenen Jahren kam es zu Wasserknappheit auf den Schweizer Alpen. Es muss auch in Zukunft mit solchen Ereignissen gerechnet werden. Es ist daher notwendig Massnahmen zu ergreifen um eine langfristige Bewirtschaftung zu sichern.
Die Sömmerung ist ein wichtiger Teil der Arbeitsteilung zwischen dem Tal -und dem Berggebiet und entlastet die Flächen im Talgebiet. Mit der Trockenheit im Sommer nimmt auch die Waldbrandgefahr stark zu. Die vorsorglichen getroffen Massnahmen diesen Sommer haben zur Vorbeugung von Waldbränden ein sehr gute Wirkung gezeigt. Wenn es aber trotzdem wegen einem Blitzeinschlag oder einem grobfährlässigen Verhalten von einer Person trotzdem zu einem Feuer kommt braucht es Löschwasser Reserven. Deshalb sind auch für die Bekämpfung von Waldbränden vorsorgliche Massnahmen nötig.
Stellungnahme des Bundesrates
1-2) Verschiedene Massnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung können als Strukturverbesserungsmassnahmen von Bund und Kantonen finanziell unterstützt werden. Auch multifunktionale Speicher können anteilsmässig unterstützt werden, beispielsweise Wasserbecken von Beschneiungsanlagen oder Löschwasserteiche. Idealerweise erfolgt dies basierend auf einer regionalen Wasserressourcenplanung. Wird ein Wasserspeicher von einer Landwirtin oder einem Landwirt gebaut, muss die Anlage zonenkonform sein. Baubewilligungen in der Landwirtschaftszone liegen in der Zuständigkeit der Kantone.
3) Die erwähnte Massnahme kann bereits heute als Strukturverbesserungsmassnahme finanziell unterstützt werden. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte können beim kantonalen Amt für Landwirtschaft finanzielle Unterstützung beantragen.
4) Die Restwasserbestimmungen nach Artikel 31 bis 33 des Gewässerschutzgesetzes (GSchG; SR 814.20) müssen auch bei Wasserentnahmen aus Quellen eingehalten werden, wenn damit die Wasserführung eines Fliessgewässers mit ständiger Wasserführung wesentlich beeinflusst wird.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 25.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
