Parlament / Geschäfte / 26.4321
Bildungsbericht 2026: Wo besteht konkreter Handlungsbedarf?
eingereicht am 29.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (29.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bildungsbericht Schweiz 2026 zeigt ein leistungsfähiges Bildungssystem, weist aber auch auf nicht erreichte Ziele hin. Die Sek-II-Abschlussquote sank von 91,5 Prozent (2016) auf 90,1 Prozent (2022). Das 95-Prozent-Ziel bleibt unerreicht. Zudem verfügen rund 15 Prozent acht Jahre nach Eintritt in eine universitäre Hochschule über keinen Hochschulabschluss. Digitalisierung und KI verändern zugleich Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt.
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
• Welche Faktoren erklären die Entwicklung der Sek-II-Abschlussquote seit 2016, und welchen Einfluss haben sie jeweils?
• Welche Massnahmen zur Erreichung des 95-Prozent-Ziels wurden auf ihre Wirksamkeit evaluiert, und welche wirken nachweislich?
• Bei welchen Grundkompetenzen bestehen beim Übergang von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II die grössten Defizite, und wie sollen sie reduziert werden?
• Reicht die heutige Schulzeit aus, damit möglichst alle Schülerinnen und Schüler die definierten Grundkompetenzen erreichen? Welche Massnahmen erachtet der Bundesrat als notwendig, um bestehende Kompetenzdefizite zu reduzieren?
• Welche regulatorischen, administrativen oder finanziellen Hürden erschweren Betrieben und Betroffenen den Ein- oder Wiedereinstieg in eine berufliche Grundbildung?
• Wie beurteilt der Bundesrat, dass rund 15 Prozent acht Jahre nach Eintritt in eine universitäre Hochschule keinen Hochschulabschluss haben, und wo sieht er Handlungsbedarf?
• Über welche Kompetenzen im Umgang mit Digitalisierung und KI sollen Jugendliche beim Eintritt in die Sekundarstufe II verfügen, und wie wird deren Erreichung gemessen?
• Erreicht die Weiterbildung jene Erwerbstätigen ausreichend, deren Tätigkeiten durch KI und technologischen Wandel besonders verändert werden?
• Welche konkreten Massnahmen leitet der Bund aus dem Bildungsbericht 2026 ab, und welche gemeinsamen Schritte sind mit den Kantonen vorgesehen?
Begründung
Der Bildungsbericht ist ein zentrales Instrument des nationalen Bildungsmonitorings. Wo langjährige Ziele nicht erreicht werden, braucht es Klarheit über Ursachen, die Wirksamkeit bestehender Massnahmen und weiteren Handlungsbedarf. Die Ergebnisse sollen in konkrete und überprüfbare Schlussfolgerungen münden.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 28.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
