Parlament / Geschäfte / 26.4385
Mit PFAS belastete Spielplätze: Wie gross ist das Ausmass, welche Kosten entstehen und welche Massnahmen sind erforderlich?
eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (01.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Im März 2026 wurde im Rahmen eines Bodenüberwachungsprojekts auf der Rasenfläche eines Spielplatzes in Altdorf (UR) eine Überschreitung der Grenzwerte für PFAS (Ewigkeitschemikalien) gemessen. Der Spielplatz wurde vorsorglich mit sofortiger Wirkung geschlossen, bis er saniert ist.
Im Juli 2026 stellte die Stadt Freiburg im Rahmen einer Messkampagne im Zusammenhang mit der Sanierungspflicht nach Artikel 32c des Umweltschutzgesetzes erhebliche PFAS-Konzentrationen in den Böden mehrerer Spielplätze fest. Da kein gesetzlicher Grenzwert besteht, musste das kantonale Amt für Umwelt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) beiziehen, das einen Referenzwert festlegte (30 µg/kg TEQ für 16 PFAS). Bei 3 der 44 Spielplätze der Stadt (rund 7 %) waren Massnahmen nötig: Auf zwei Spielplätzen wurde eine Schutzschicht aus Geotextil aufgebracht, der dritte wurde gesperrt. Die Sanierungskosten werden für den einen der Spielplätze auf 60 000 Franken und für einen weiteren auf 30 000 Franken geschätzt; für den dritten sind sie noch nicht bekannt.
In seiner Antwort auf die Frage 26.7451 schätzte der Bundesrat die Zahl der sanierungsbedürftigen Spielplätze in der Schweiz auf rund 200.
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
1. Nach welcher Methode hat er die Zahl von 200 sanierungsbedürftigen Spielplätzen geschätzt?
2. Wie viele belastete Spielplätze haben die Kantone, die Gemeinden und private Eigentümerinnen und Eigentümer bisher ermittelt? Stimmt diese Zahl mit der Schätzung von 200 Spielplätzen überein oder deutet sie darauf hin, dass die Schätzung angepasst werden muss?
3. Mit welchen durchschnittlichen Sanierungskosten ist bei einem mit PFAS belasteten Spielplatz zu rechnen und gibt es eine Schätzung der Gesamtkosten für alle betroffenen Spielplätze in der Schweiz?
4. Empfiehlt das BAFU konkrete Massnahmen zur Regelung des Zugangs zu belasteten Spielplätzen oder schreibt es solche verbindlich vor? Wie unterstützt es die Kantone, die Gemeinden und private Eigentümerinnen und Eigentümer, damit der Schutz der Bevölkerung, insbesondere von Kleinkindern, gewährleistet ist?
5. Wann und nach welchem Zeitplan wird der Bundesrat – mehr als drei Jahre nach der Annahme der Motion Maret 22.3929 – in den betreffenden Verordnungen verbindliche Grenzwerte für PFAS festlegen?
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 27.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
