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26.4534InterpellationUVEKoffen

Umrüstung von Benzinfahrzeugen zu Elektrofahrzeugen – wo steht die Schweiz?

eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)

WirtschaftVerkehrUmweltEnergie

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Wo steht der Bundesrat bei der Umsetzung der Motion 22.3078 «Erleichterung der Umrüstung von Gebrauchtwagen von Verbrennungs- auf Elektromotoren», die vom Parlament angenommen worden ist? Berücksichtigt er bei der Umsetzung der Motion 22.3078 zusätzlich zu den Privatwagen auch Busse?

2. Welche Hindernisse stehen dem E-Retrofit von Bussen gegenwärtig im Weg? Braucht es einen neuen Rechtsrahmen?

3. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass das E-Retrofit von Bussen ein wirksames Mittel darstellt, um die Dekarbonisierung der Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs zu beschleunigen?

4. Was plant der Bundesrat, um das E-Retrofit im grossen Massstab umzusetzen, insbesondere bei Bussen? Ist eine finanzielle Unterstützung vorgesehen?

Eine im Juni 2026 veröffentlichte Studie der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt kommt zum Schluss, dass es die Umrüstung von bestehenden Dieselbussen zu Elektrobussen (E-Retrofit) erlauben würde, die Elektrifizierung und den Ausbau des Busbestands zu beschleunigen und gleichzeitig Kosten zu sparen.

Gemäss der Studie stellt ein E-Retrofit in vierfacher Weise eine Win-Win-Situation dar: Sie führt zu einem früheren Ausstieg aus dem Diesel und somit zu verringerten Auswirkungen auf die Umwelt; sie ermöglicht den Busbetrieben Einsparungen; sie gibt der Busindustrie mehr Zeit, die Produktion von batteriebetriebenen Elektrobussen zu steigern; und sie schafft Arbeitsplätze im Bereich der Fahrzeugwartung und -reparatur.

Mit einem E-Retrofit müssten die Busbetriebe die Lebensdauer ihrer Fahrzeuge von 20 Jahren weder abwarten noch künstlich verkürzen, sondern könnten jederzeit die Umrüstung vornehmen. Die Lebensdauer könnte sich sogar verlängern, was es den Busbetrieben ermöglichen würde, längerfristig Kosten zu sparen. Dank den Einsparungen könnten die Transportunternehmen ihr ÖV-Angebot ausbauen, ohne dass dafür neue umfangreiche Infrastrukturen erstellt werden müssten.

Schliesslich würde es ein systematisches E-Retrofitting ermöglichen, die Elektrifizierung des Busbestands um 15 Jahre zu beschleunigen und das ÖV-System der Schweiz rasch zu dekarbonisieren – dies in Übereinstimmung mit den Klimazielen des Bundes.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 27.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.