Parlament / Geschäfte / 26.4609
Besserer Schutz von kleinen Photovoltaikanlagen gegen Cyberbedrohungen
eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird beauftragt, geeignete Massnahmen zu ergreifen um Risiken für die Stromversorgung der Schweiz, die sich aus der zunehmenden Verbreitung von vernetzten Wechselrichtern von Photovoltaikanlagen (PV) ergeben, zu minimieren. Diese Massnahmen so auszugestalten, dass sie den weiteren Zubau von PV-Anlagen nicht bremsen oder gefährden.
Begründung
Im Dezember des vergangenen Jahres haben wir das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) mit mehr Mitteln ausgerüstet, damit es in der Lage ist, den zunehmenden Cyberbedrohungen begegnen zu können. Hier haben wir es genau mit einem solchen Bedrohungsszenario zu tun.
Die Schweizer Stromversorgung ist grundsätzlich gut gegen Cyberbedrohungen geschützt. Für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 MW und für Erzeuger, die über ein einziges System Zugriff auf eine Produktionsleistung von mindestens 100 MW haben, gilt der IKT-Standard gemäss Art. 5a der Stromversorgungsverordnung (StromVV). Für kleinere Anlagen gibt es hingegen keine solchen Standards.
In der Schweiz sind heute über 330'000 PV-Anlagen im Einsatz, die meisten davon verfügen über eine Produktionsleistung von weniger als 50 kW. Alle verfügen über einen Wechselrichter, und viele davon lassen sich von aussen ansteuern und überwachen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch eine Bedingung für die intelligente und lokale Nutzung des Stroms.
Wie eine aktuelle Studie des Nationalen Testinstituts für Cybersicherheit (NTC) zeigt, besteht aber ein gewisses Risiko, dass Wechselrichter von aussen angegriffen und möglicherweise kontrolliert werden können. Werden einzelne Anlagen angegriffen, so ist das für die Betroffenen ärgerlich. Wird ein weit verbreiteter Wechselrichter zum Ziel, so könnten die Folgen über die einzelnen Anlagen hinausgehen. Das Risiko für die Versorgung ergibt sich aus der wachsenden Verbreitung von PV-Anlagen und der Dominanz von wenigen Herstellern im Markt.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 26.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
