Parlament / Geschäfte / 26.4702

26.4702PostulatWBFoffen

Nicht nur von Klimaanpassung sprechen, sie effektiv ermöglichen

eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)

FinanzwesenWissenschaft und ForschungUmweltLandwirtschaft

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird beauftragt, aufzuzeigen, wie er die Landwirtschaft und insbesondre den Pflanzenbau effektiv an den Klimawandel anpassen will und stärken kann.

• Prioritäten im Bereich der Züchtung und Forschung von resistenteren Sorten

• wie die Bewilligungsverfahren für Anpassungsmassnahmen in vereinfachten und zügigen Verfahren abgewickelt werden können

• wo und wie er die notwendige Voraussetzungen schaffen will, damit die Realisierung der Anpassungsmassnahmen in der raumplanerischen Interessenabwägung höher gewichtet werden

• die nötigen finanziellen Unterstützungen für die rasche Realisierung der Projekte, insbesondere durch das Bereitstellen und entsprechende aufstocken von Investitionskrediten und à fonds perdu-Beiträgen sicherstellt

Die Landwirtschaft und insbesondere der Pflanzenbau stehen unter sehr grossem Anpassungsdruck. Viel zu trockene und zu heisse Jahre wechseln sich mit zu Nassen ab. Vor allem die Ernten im Pflanzenbau leiden enorm und bei sensiblen Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Gemüse kommt es regelmässig zu grossen Ertragsausfällen. Häufig ist auch die innere Qualität betroffen, z.B. indem der nötige Proteingehalt beim Getreide oder der Stärkegehalt bei Kartoffeln nicht erreicht wird, sowie die Knollen neu austreiben, was ihre spätere Verarbeitung zu Lebensmitteln verunmöglicht. Es entsteht Foodwaste, der sich vermeiden lässt. Das setzt die Betriebe nicht nur finanziell, sondern aufgrund der noch höheren Arbeitsbelastung zunehmend auch psychisch unter Druck.

Viele agronomischen Anpassungsmassnahmen sind bekannt und liegen auf dem Tisch. Von der wassersparenden Bewässerung mit neuster Technologie hin zur gezielten Entwässerung über moderne Drainagen bis zu Beschattung oder dem baulichen Pflanzenschutz. Das erfordert hohe Investitionen in die Infrastruktur. Viele Projekte scheitern aber an den stetig gestiegenen behördlichen Anforderungen und Bewilligungsvoraussetzungen. Oft besteht auch eine negative, technologiekritische Grundeinstellung von Seiten der Behörden gegenüber der Landwirtschaft und ihren Bestrebungen, dem Klimawandel effektiv zu begegnen. Das können wir uns nicht weiter leisten – es braucht einen Gesinnungswandel, so dass Anpassungsanstrengungen, welche letztlich der ganzen Gesellschaft zugutekommen, auch honoriert und nicht behindert werden.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 21.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.