Parlament / Geschäfte / 26.7530
Wie gedenkt der Bundesrat die Munitionsversorgung für die Flugabwehr im Konfliktfall zu garantieren?
eingereicht am 10.06.2026 in der Sommersession 2026Erstrat: NationalratErledigt (15.06.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 15.06.2026NationalratSchriftliche Beantwortung der Frage
Eingereichter Text
Diverse Szenarien gehen von einer hybriden Eskalation mit Russland in den nächsten Jahren aus. Wie gedenkt der Bundesrat im Konfliktfall die Munitionsversorgung für die Flugabwehr sicherzustellen, wenn die europäischen Staaten ihre eigene Munitionsversorgung priorisieren und die Schweiz nicht mehr beliefern würden?
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat teilt die Einschätzung, dass die Munitionsversorgung angesichts der verschärften Bedrohungslage zentral ist. Die Munitionsplanung wird jährlich überprüft, der Lage angepasst und im Rahmen der verfügbaren finanziellen Mittel priorisiert.
Eine Garantie der Versorgung im Konfliktfall kann kurzfristig nicht abgegeben werden. Die heutigen finanziellen Mittel und langen Lieferfristen lassen in den nächsten Jahren keine substanzielle Erhöhung der Flugabwehr-Munitionsbestände zur Abwehr von Angriffen aus grosser Distanz erwarten.
Langfristig will der Bundesrat die Versorgungssicherheit stärken, indem industrielle Kernfähigkeiten im Inland auf- und ausgebaut und internationale Kooperationen gezielt genutzt werden.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
