Parlament / Geschäfte / 26.7559
Vergabe der Importkontingente für Brotgetreide
eingereicht am 10.06.2026 in der Sommersession 2026Erstrat: NationalratErledigt (15.06.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 15.06.2026NationalratSchriftliche Beantwortung der Frage
Eingereichter Text
Bei der Vergabe der Importkontingente für Brotgetreide herrschen seit Monaten Verhältnisse wie bei Rolling Stones Konzerten. Die Kontingente sind jeweils innert Millisekunden ausgeschöpft. Dies führt zu Zufälligkeiten bei der Zuteilung – kleinere Betriebe mit schwächerer Internetanbindung sind benachteiligt. Ist der Bundesrat bereit zu prüfen, wie dies behoben werden kann? Z.B. indem die in den ersten 30 Sekunden eingegangenen Anträge als gleichzeitig vom BAZG angenommen behandelt werden?
Stellungnahme des Bundesrates
Die Verteilung des Zollkontingents für Brotgetreide erfolgt nach dem sogenannten Windhundverfahren, also nach der Reihenfolge der Annahme der Zollanmeldung. Bei hoher Nachfrage kann das herausfordernd sein, da die Zollkontingentsmengen in der Regel innerhalb weniger Minuten ausgeschöpft werden.
Dieses Verfahren stützt sich auf Artikel 31 Absatz 1 der Agrareinfuhrverordnung. Anmeldungen, die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters eingehen, als gleichzeitig angenommen zu behandeln, wäre mit den geltenden rechtlichen Bestimmungen nicht vereinbar.
Artikel 22 Absatz 2 des Landwirtschaftsgesetzes sieht neben dem Windhundverfahren auch weitere Möglichkeiten zur Verteilung von Zollkontingenten vor. Der Bundesrat beabsichtigt, Zollkontingente künftig vermehrt zu versteigern. Dies schafft für die Unternehmen mehr Planungssicherheit.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
