Parlament / Geschäfte / 26.7643
Neutralitätsinitiative: Einmischung des Auslands in den Abstimmungskampf
eingereicht am 14.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratErledigt (21.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 21.09.2026NationalratSchriftliche Beantwortung der Frage
Eingereichter Text
Im Vorfeld der Abstimmung zur Neutralitätsinitiative mischen sich vermehrt ausländische staatliche Akteure in die politische Willensbildung in der Schweiz ein. Während etwa das EU-Parlament die Schweizer Bevölkerung vor einer Annahme der Initiative warnte, bezeichnete das russische Aussenministerium die Initiative als Schritt zur „Wiederherstellung der traditionellen Schweizer Neutralität“. Wie beurteilt der Bundesrat diese ausländischen Einmischungen insbesondere im Hinblick auf Art. 34 BV?
Stellungnahme des Bundesrates
Die direkte Demokratie lebt von der Auseinandersetzung und unterschiedlichen Meinungen zu einer Abstimmungsvorlage. Der Bundesrat stellt den Stimmberechtigten vollständige, objektive und sachliche Informationen zu den Abstimmungsvorlagen zur Verfügung. Gleichzeitig werben Parteien, Komitees und die Zivilgesellschaft für ihre Positionen. Abstimmungsvorlagen werden auch im Ausland thematisiert. Die Medien berichten darüber und ordnen ein. Dieses Zusammenspiel bildet die Basis für die freie Willensbildung im Sinne von Artikel 34 der Bundesverfassung.
Die Positionsbezüge aus dem Ausland können dann problematisch sein, wenn sie in Form von Beeinflussungsaktivitäten über verdeckte Operationen und hybride Angriffe erfolgen.
Im vorliegenden Fall sieht der Bundesrat jedoch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf Artikel 34 der Bundesverfassung.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 21.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
