Parlament / Geschäfte / 26.7732
Art. 37a EpG – Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: Aussagekraft der Obduktion zur Ursachenklärung
eingereicht am 16.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratErledigt (21.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
- 21.09.2026NationalratSchriftliche Beantwortung der Frage
Eingereichter Text
Der Bundesrat begründet Art. 37a EpG mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK). Es werden vier Formen unterschieden: sporadische (sCJK), genetische (gCJK/fCJK), iatrogene (iCJK) und variante CJK (vCJK). - Kann eine Obduktion allein feststellen, welche Form und welche ursprüngliche Ursache vorliegen? - Wie wird abgeklärt, ob eine mRNA-Impfung als möglicher Auslöser oder am Anfang einer späteren Übertragungskette stand? - Kann der Bundesrat ausschliessen, dass ein solcher Zusammenhang übersehen wird?
Stellungnahme des Bundesrates
Eine Obduktion kann eine Prionenerkrankung bestätigen und anhand neuropathologischer und biochemischer Merkmale Hinweise auf ihre Form geben. Sie kann die ursprüngliche Ursache jedoch nicht in jedem Fall allein feststellen. Dafür sind zusätzlich genetische Untersuchungen, die Krankheits- und Familienanamnese sowie epidemiologische Abklärungen erforderlich.
Nach dem heutigen Stand der Pharmakovigilanz, der wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie aufgrund des Herstellungsprozesses bestehen keine Hinweise darauf, dass mRNA-Impfstoffe CJK verursachen oder Prionen übertragen. Eine deutsche Überwachungsstudie hat diese Frage untersucht und konnte keinen Zusammenhang zwischen den Impfquoten gegen COVID-19 und der Inzidenz sporadischer CJK feststellen.
Swissmedic erfasst und beurteilt fortlaufend Verdachtsmeldungen zu unerwünschten Impfnebenwirkungen und prüft unter Einbezug der nationalen und internationalen Daten mögliche Sicherheitssignale. Bei Bedarf werden weitere Abklärungen oder Massnahmen veranlasst. Weder die spezialisierte Diagnostik, die epidemiologische Überwachung noch die Pharmakovigilanz haben Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den mRNA-Impfungen und CJK ergeben.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 22.09.2026. Rohdaten
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