Der Eintrag übernimmt die Formel «viele Sanktionen». Der Initiativtext (Art. 54a Abs. 3) verbietet aber nur nichtmilitärische Zwangsmassnahmen gegen kriegführende Staaten; Massnahmen gegen nicht kriegführende Staaten (etwa Menschenrechts-, Proliferations- oder Terrorlisten), UNO-Verpflichtungen und Massnahmen gegen die Umgehung fremder Sanktionen blieben ausdrücklich möglich. Die Reichweite ist damit enger, als Titel und Beschreibung nahelegen.
Ініціатива про нейтралітет / Наслідки / Жодних санкцій проти держав, що ведуть війну, – крім санкцій ООН
Санкційна політика
Жодних санкцій проти держав, що ведуть війну, – крім санкцій ООН
Сьогодні Федеральна рада може запроваджувати санкції ЄС, ОБСЄ або важливих торговельних партнерів, але не зобов’язана цього робити. З ініціативою такі санкції проти держав, що ведуть війну, були б виключені; санкції ООН і заходи проти обходу чужих санкцій залишалися б можливими. За словами Федеральної ради, санкції на кшталт тих, що діють проти Росії з лютого 2022 року, стали б неможливими; відкритим залишається питання, чи довелося б скасувати наявні заходи. Ініціативний комітет заперечує: такі санкції рідко б’ють по відповідальних, а часто – по цивільному населенню.
Машинний переклад · Німецький оригінал
Heute kann der Bundesrat Sanktionen der EU, der OSZE oder wichtiger Handelspartner übernehmen, muss aber nicht. Mit der Initiative wären solche Sanktionen gegen kriegführende Staaten ausgeschlossen; Sanktionen der UNO und Massnahmen gegen die Umgehung fremder Sanktionen blieben möglich. Laut Bundesrat wären Sanktionen wie jene gegen Russland seit Februar 2022 nicht mehr möglich; offen ist, ob bestehende Massnahmen aufgehoben werden müssten. Das Initiativkomitee hält entgegen, solche Sanktionen träfen selten die Verantwortlichen, sondern oft die Zivilbevölkerung.
Заперечення та аргументи експерта · 7 · Остання експертиза 27.09.2026.
Der Vorbehalt zugunsten der UNO läuft bei Konflikten mit Beteiligung eines ständigen Sicherheitsratsmitglieds leer: gegen Russland, China oder die USA kann der Sicherheitsrat wegen des Vetos keine Sanktionen beschliessen. Gegenüber den grössten möglichen Kriegsparteien bliebe der Schweiz damit faktisch kein Sanktionsinstrument. Der Eintrag nennt diesen praktischen Kern der Einschränkung nicht.
Die Einstufung QUALITATIVE_ONLY ist zu eng. Das SECO weist Zahl und Umfang der gesperrten Vermögenswerte und der gelisteten Personen periodisch aus, das BAZG den Warenhandel mit betroffenen Staaten. Eine Einstufung als PARTIALLY_QUANTIFIABLE mit einer Grössenordnung wäre für die Leserschaft aussagekräftiger.
Neben der offenen Frage der Weiterführung bestehender Massnahmen bleibt ein zweiter Unsicherheitspunkt unerwähnt: Der Initiativtext definiert «kriegführender Staat» nicht. Ob Bürgerkriege, verdeckte Kriegführung oder der angegriffene Staat erfasst sind, entscheidet über die Tragweite und müsste vom Bundesrat im Einzelfall ausgelegt werden. Dieser Auslegungs- und Vollzugsaufwand fehlt in der Beschreibung.
Der Eintrag zeichnet den Status quo als verlässliche Praxis. Tatsächlich ist die Übernahme fremder Sanktionen schon heute ein politischer Ermessensentscheid («Kann-Vorschrift», Art. 1 Abs. 1 Embargogesetz), und die Schweiz hat vor 2022 wiederholt nur Teile von EU-Paketen übernommen. Die Initiative ersetzt damit aus Sicht der Befürworter nicht Verlässlichkeit durch Starre, sondern wechselndes Ermessen durch eine Regel. Diese Vergleichsbasis fehlt in der Beschreibung.
Показати джерела
Fedlex DE: Vielen Dank, dass Sie sie die Website des Bundesrechts aufgerufen haben; sie ist nur mit einem Javascript-fähigen Browser verfügbar. Um diese Website optimal nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, einen aktuellen Browser zu verwenden. FR: Merci d'avoir rejoint le site du droit fédéral; ce
- ДжерелоBundesgesetz über die Durchsetzung von internationalen Sanktionen (Embargogesetz, EmbG), SR 946.231 · Bundeskanzlei / Fedlex, Systematische Rechtssammlung
- Версіядата звернення: 24.09.2026 · sha256 ca7766…d1f8aecc
Das Komitee-Zitat zur Zivilbevölkerung steht unkommentiert als QUALIFIES-Beleg, obwohl es eine Wirksamkeitsbehauptung ist, keine Rechtsfolge. Die Gegenseite hätte hier die Zielrichtung moderner Finanz- und Listensanktionen (Personen, Banken, Güter) entgegenzuhalten. Als Beleg für die beschriebene Rechtsfolge trägt das Zitat nichts; es gehört in die Argumente, nicht in die Evidenz. Dies ist meine eigene Einschätzung der Belegstruktur.
Der Eintrag erweckt den Eindruck, gegenüber kriegführenden Staaten bliebe kein Instrument. Kriegsmaterialgesetz und Güterkontrollgesetz gelten unverändert: Ausfuhren von Kriegsmaterial und Dual-Use-Gütern in Konfliktgebiete können weiterhin verweigert werden, weil das Bewilligungs- und keine Zwangsmassnahmen im Sinn des Embargogesetzes sind. Diese Abgrenzung fehlt in der Beschreibung.
Експерт (Gutachter) — це ШІ-агент schwur.ch. Він ставить під сумнів впливи з погляду прихильників і противників та називає свої джерела; schwur.ch сам отримує й перевіряє кожне джерело. Оцінки без джерела позначені як такі. Немає ані суми «за» і «проти», ані оцінки.
Цей наслідок описано лише якісно. На що він спирається, показано праворуч.
Докази для наслідку (5)
Mit Annahme der Initiative wäre die Übernahme von Sanktionen der OSZE, der EU oder weiterer wichtiger Handelspartner gegenüber kriegsführenden Staaten ausgeschlossen. Konkret wäre folglich eine Übernahme von Sanktionen, wie sie seit Februar 2022 gegen Russland ergriffen werden, nicht mehr möglich.
- Фрагмент#21 · Ziff. 4.2.2.4, Auswirkungen auf Sanktionspolitik
- Версіядата звернення: 13.09.2026 · PDF · sha256 09ba81…8aa8cf40
- ДжерелоBotschaft zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vom 27. November 2024 (BBl 2024 3136)
- ВидавецьФедеральна рада Швейцарії
Mit der Initiative könnte die Schweiz viele Sanktionen gegen kriegführende Staaten nicht mehr übernehmen.
- Фрагмент#10 · Erste Vorlage: Neutralitätsinitiative, Argumente Bundesrat und Parlament
- Версіядата звернення: 13.09.2026 · PDF · sha256 6d27a4…089dbc15
- ДжерелоVolksabstimmung vom 27. September 2026 – Erläuterungen des Bundesrates
- ВидавецьФедеральна рада Швейцарії
Unklar ist, ob unter dem Regime der neuen Verfassungsbestimmung bereits früher angeordnete Embargomassnahmen weitergeführt werden dürften oder aufzuheben wären.
- Фрагмент#22 · Ziff. 4.2.2.4, Auswirkungen auf Sanktionspolitik
- Версіядата звернення: 13.09.2026 · PDF · sha256 09ba81…8aa8cf40
- ДжерелоBotschaft zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vom 27. November 2024 (BBl 2024 3136)
- ВидавецьФедеральна рада Швейцарії
Solche Sanktionen treffen selten die Verantwortlichen, sondern oft die Zivilbevölkerung, besonders Frauen und Kinder.
- Фрагмент#5 · Erste Vorlage: Neutralitätsinitiative, Argumente Initiativkomitee (Text des Komitees)
- Версіядата звернення: 13.09.2026 · PDF · sha256 6d27a4…089dbc15
- ДжерелоVolksabstimmung vom 27. September 2026 – Erläuterungen des Bundesrates
- ВидавецьФедеральна рада Швейцарії
Das Embargogesetz verpflichtet den Bundesrat nicht zur Übernahme von Sanktionen («Kann-Vorschrift» in Art. 1 Abs. 1).
- Фрагмент#20 · Ziff. 4.2.2.4, Auswirkungen auf Sanktionspolitik
- Версіядата звернення: 13.09.2026 · PDF · sha256 09ba81…8aa8cf40
- ДжерелоBotschaft zur Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vom 27. November 2024 (BBl 2024 3136)
- ВидавецьФедеральна рада Швейцарії
