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Парламент / Справи / 26.3645

26.3645InterpellationUVEKвідкрита

Bestraft die Post ihre besonders engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

подано 15.06.2026 на сесії «Sommersession 2026»Перша палата: Національна радаStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (19.08.2026)

StaatspolitikMedien und KommunikationBeschäftigung und Arbeit

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• Hält der Bundesrat die Entlassung von Jean-Daniel Taverney für vereinbar mit den Werten des Service public, den Erwartungen der Schweizer Bürgerinnen und Bürger und den strategischen Zielen der Post?

• Welche Massnahmen zieht der Bundesrat in Betracht, um sicherzustellen, dass die Modernisierungsprozesse bei der Post nicht die Qualität der Dienstleistungen und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden beeinträchtigen?

• Wie sieht die Politik des Bundesrats bezüglich Gewährleistung der Grundversorgung durch die Post aus? Wie will er die Zugänglichkeit und die Qualität der Postdienste für die gesamte Bevölkerung gewährleisten, auch in ländlichen oder weniger rentablen Gebieten?

• Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die internen Vorgaben der Post – so etwa das Verbot, Pakete hochzutragen – dazu geeignet sind, die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden zu bewahren?

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Jean-Daniel Taverney war 42 Jahre lang Briefträger in Vevey. Seine Entlassung hat zu Recht schweizweit für Entrüstung gesorgt. Ihm wurde gekündigt, weil er die Pakete bis in die oberen Stockwerke hochtrug. Er begründete dies damit, dass er seinen Kundinnen und Kunden weiterhin einen hochwertigen Service bieten wolle. Ein Grossteil der Bevölkerung hält seine Entlassung für absurd und unmenschlich. Der Entscheid wirft Fragen auf in Bezug auf die Prioritäten der Post – die ein öffentliches Unternehmen ist – und den Stellenwert, der dem Menschen und der Erhaltung eines kundenorientierten Service public zukommt.

In seinen strategischen Zielen 2025–2028 für die Post hielt der Bundesrat Folgendes fest: «Die Post verfolgt eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik» und «Die Post schafft durch ihren Führungsstil [...] beim Personal Vertrauen». Der geschilderte Fall scheint mit diesen Zielen nicht wirklich in Einklang zu stehen.

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Der Bundesrat steuert die Post mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Dabei erwartet er von der Post eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik. Der Bundesrat nimmt grundsätzlich keinen Einfluss auf die operativen Tätigkeiten der Post. Er äussert sich deshalb nicht zu konkreten Personalfällen (vgl. dazu auch die Antwort auf die Frage 26.7475). Ebenso steht es dem Bundesrat nicht zu, sich zu internen Vorgaben und deren allfälligen Auswirkungen auf die Mitarbeitenden der Post zu äussern. Für den Bundesrat ist massgebend, dass die Post die Grundversorgung mit Postdiensten landesweit effizient und in guter Qualität erbringt.

Der Bundesrat überprüft jährlich die Einhaltung der strategischen Ziele. Dabei stellt er der Post jeweils ein gutes Zeugnis aus. Die Überprüfung der Qualität bei der Erbringung der Grundversorgung mit Postdiensten erfolgt jedes Jahr durch die PostCom. Diese konnte der Post bisher immer attestieren, die Qualitätsvorgaben vollumfänglich eingehalten zu haben. Zur Messung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeitenden führt die Post jedes Jahr eine Personalzufriedenheitsmessung durch. Dabei ergeben sich jeweils Werte auf einem konstant hohen Niveau.

Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 die Vernehmlassung zu einer Teilrevision des Postgesetzes eröffnet. Dies vor dem Hintergrund, dass sich die Gewohnheiten von Bevölkerung und Unternehmen mit der Digitalisierung gewandelt haben und die Nachfrage nach gewissen Dienstleistungen der Post, wie der Zustellung von Briefen und Zeitungen oder Einzahlungen am Postschalter, seit Jahren rückläufig ist. Damit die Grundversorgung gesellschaftlich und wirtschaftlich relevant bleibt, soll die Post ihr Angebot auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kundschaft ausrichten können. Mit dem Inkrafttreten des revidierten Postgesetzes ist noch keine Reduktion der heutigen Grundversorgung vorgesehen. Die Post kann künftig aber beim Erreichen gewisser Schwellenwerte eine Anpassung der Grundversorgung beantragen. Zudem wird ein gesetzliches Mindestangebot festgelegt, das die Post in jedem Fall und unabhängig von der künftigen Nachfrageentwicklung anbieten muss. Mit diesem Mechanismus soll die Zugänglichkeit und die Qualität der Post- und Zahlungsdienste für die gesamte Bevölkerung langfristig gewährleistet werden.

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Джерело: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, дата звернення: 18.09.2026. Необроблені дані

Це не офіційна публікація. Імена, цифри й тексти голосувань наведено без змін – так, як їх публікують Парламентські служби.