Den nationalen Krebsplan konsequent umsetzen
подано 17.06.2026 на сесії «Sommersession 2026»Перша палата: Рада кантонівIn Ständerat geplant (10.09.2026)
Шлях через палати
Рішення палат і комісій у формулюванні Парламентських служб.
Ще немає рішення палати чи комісії.
Поданий текст
Am 29. Februar 2024 hat das nationale Parlament dem Bundesrat eine Motion mit dem Auftrag, einen nationalen Krebsplan (NKP) für die Schweiz auszuarbeiten, überwiesen. Anfang 2025 hat das BAG der Organisation Oncosuisse ein Mandat für diese Aufgabe erteilt. Ursprünglich sollten vier wichtige strategische Säulen abgedeckt werden: Prävention, Früherkennung, Therapie und Krebsnachsorge. Diese Säulen basieren auf dem Minimalstandard, welcher von der WHO gefordert wird und welche auch Bestandteil des Europe’s Beating Cancer Plans sind. Ein Krebsplan sollte zudem wichtige Massnahmen planen, budgetieren, umsetzen und evaluieren. Der aktuelle Entwurf, der den Krebsakteuren Ende Mai 2026 vorgelegt wurde, entspricht leider nicht diesen Vorgaben. Bis auf wenige Ausnahmen fehlen konkrete Projekte und Massnahmen. Häufig wird eine künftige Arbeitsgruppe angedacht, um Projekte erst noch zu entwickeln. Die Inhalte des NKP sind aktuell sehr vage und unverbindlich formuliert. Eine klare Strategie mit Zielen fehlt.
Fragen an den Bundesrat:
• Warum verzichtet der Bundesrat auf eine zukunftsgerichtete Strategie mit klaren Zielen im NKP?
• Gemäss Daten des Krebsversorgungsbarometers 2026 (*) wünscht eine grosse Mehrheit der Bevölkerung mehr Investitionen in Prävention. Wie gedenkt der Bundesrat die Krebsprävention zu fördern, wenn das entsprechende Kapitel im NKP fehlt?
• Kürzlich wurde die Motion Lohr zur HPV-Eliminierungsstrategie von der kleinen Kammer einstimmig angenommen. Warum nutzt der Bundesrat den NKP nicht, um die HPV-Eliminationsstrategie proaktiv voranzutreiben?
• Warum werden im Kapitel Früherkennung keine konkreten Massnahmen, Timelines & Ziele zur Einführung von Krebsscreenings definiert?
• Wie stellt der Bundesrat sicher, dass die Krebsbekämpfung national koordiniert wird und Krebsvorsorge für die Patienten nicht mehr von Einkommen & Wohnort abhängt ?
• Wie stellt der Bundesrat sicher, dass der Zugang zu optimaler Krebsbehandlung künftig auch im Gesamtkontext von MFN gewährleistet ist?
• Wie gedenkt der Bundesrat die Massnahmen des NKP’s zu finanzieren?
Цей текст є лише німецькою.
Позиція Федеральної ради
1. – 6. Der Bundesrat hat zum aktuellen Zeitpunkt (Sommer 2026) noch keine Kenntnis der Inhalte des Nationalen Krebsplans. Der aktuell vorliegende Entwurf wurde vom Bundesamt für Gesundheit gemeinsam mit Oncosuisse erarbeitet und – wie für solche Prozesse üblich – ohne Mitwirkung des Bundesrates den Akteuren zwischen Ende Mai und Mitte Juni 2026 zur Konsultation unterbreitet. Somit kann sich der Bundesrat aktuell nicht zu den Themenbereichen oder konkreten Massnahmen des Nationalen Krebsplans äussern.
Der im Frühsommer 2026 bei den Akteuren konsultierte Entwurf des Nationalen Krebsplans wurde in einem breit abgestützten Prozess erarbeitet, der von Oncosuisse koordiniert wurde. In die Erarbeitung wurden zahlreiche Organisationen und Fachkreise einbezogen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, der Leistungserbringer, der Fachgesellschaften sowie der Patientinnen- und Patientenorganisationen. Die Ergebnisse der Konsultation werden bei der Finalisierung des Nationalen Krebsplans berücksichtigt werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass der Krebsplan auf einer breit abgestützten Grundlage beruht und die unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten angemessen berücksichtigt werden.
Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des Nationalen Krebsplans hält der Bundesrat fest, dass die Stärkung der Prävention und der Früherkennung, die Verbesserung der Versorgungsqualität sowie die Koordination zwischen den Akteuren zentrale Anliegen der schweizerischen Gesundheitspolitik bleiben.
Die Krebsprävention in der Schweiz ist umfassend und strategisch in übergeordnete nationale Strategien eingebettet. Wichtige Grundlagen bilden die Strategie Gesundheit2030, die Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) sowie die Nationale Strategie Sucht. Sie stärken insbesondere die Prävention vermeidbarer Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum und fördern gesundheitsförderliche Lebensbedingungen. Ergänzend leisten die Schweizer Ernährungsstrategie sowie die Arbeiten des Bundes im Bereich Umwelt und Gesundheit – etwa zur Verringerung gesundheitsschädlicher Umweltbelastungen – einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Krebsrisikos. Der Nationale Krebsplan ist eng mit den bestehenden Präventionsstrategien verknüpft, nimmt dabei aber eine eigenständige Rolle ein, indem er sich gezielt auf die Optimierung der Versorgung und Nachsorge entlang des gesamten Behandlungspfads konzentriert.
7. Der Bund verfügt nicht über eine spezifische bundesrechtliche Grundlage, um die im Nationalen Krebsplan vorgesehenen Massnahmen direkt zu finanzieren. Die Umsetzung dieser Massnahmen muss daher von den zuständigen Akteuren im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten und Finanzierungsmechanismen sichergestellt werden.
Цей текст є лише німецькою.
Джерело: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, дата звернення: 18.09.2026. Необроблені дані
Це не офіційна публікація. Імена, цифри й тексти голосувань наведено без змін – так, як їх публікують Парламентські служби.
