Der Eintrag lässt den konkreten Anlass weg: Wird ein Partnerstaat, aus dem die Armee Systeme beschafft und mit dem Offset-Verpflichtungen bestehen, in einen Konflikt verwickelt, stoppt das geltende Recht die Schweizer Gegenlieferungen, während die Beschaffung weiterläuft. Diese Asymmetrie ist der praktische Kern des Arguments und sollte in der Beschreibung stehen.
Änderung des Kriegsmaterialgesetzes / Auswirkungen / Beziehungen zu Sicherheitspartnern und Offset-Geschäfte
Sicherheitspolitische Zusammenarbeit
Beziehungen zu Sicherheitspartnern und Offset-Geschäfte
Laut Bundesrat hat die Gefahr bewaffneter Konflikte zugenommen, und auch westliche Länder – die wichtigsten Kunden der Schweizer Rüstungsindustrie – könnten in solche verwickelt werden. Die Abweichungskompetenz verschaffe der Schweiz in einem instabilen Umfeld mehr Flexibilität: Wichtige Geschäftsbeziehungen mit Partnern in einem Konflikt liessen sich aufrechterhalten, was unter dem heutigen Recht nicht möglich sei, und die Rechtssicherheit von Offset-Geschäften bei Rüstungskäufen der Armee liesse sich verbessern. Nur über gegenseitige Abhängigkeiten könne die Schweiz sicherstellen, dass ihre Partner sie im Krisenfall ebenfalls priorisieren. Laut Botschaft hielt die Minderheit der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates die Revision für verfrüht; EVP, SP und Grüne erinnerten in der Vernehmlassung daran, dass der Verzicht auf die Abweichungskompetenz Bedingung für den Rückzug der Korrektur-Initiative gewesen sei.
Einwände und Argumente des Gutachters · 3 · Letztes Gutachten 28.09.2026.
Die Botschaft selbst schliesst Abweichungen aus, die neutralitätsrechtlichen Pflichten in einem internationalen bewaffneten Konflikt widersprechen. Genau im Hauptszenario – ein Partnerstaat wird in einen internationalen Krieg verwickelt – ist die versprochene Flexibilität deshalb beschränkt. Der Eintrag führt die Flexibilität als Sicherheitsgewinn, ohne diese Einschränkung zu spiegeln.
Typ SECURITY mit Richtung INCREASE passt schlecht zum Inhalt: Beschrieben werden Geschäftsbeziehungen und Rechtssicherheit von Offset-Geschäften, nicht ein messbarer Sicherheitsgewinn. Es fehlt jeder Indikator (etwa Zahl oder Volumen bestehender Offset-Verpflichtungen aus Armeebeschaffungen), an dem sich die Wirkung später prüfen liesse.
Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.
Diese Auswirkung ist nur qualitativ beschrieben. Worauf sie sich stützt, steht rechts.
Belege zur Auswirkung (8)
Die Aufnahme von Artikel 22b in das KMG würde der Schweiz somit in einem zunehmend instabilen internationalen Umfeld mehr aussen- oder sicherheitspolitische Flexibilität ermöglichen.
- Fragment#48 · Ziff. 6.2, Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
So wäre die Schweiz auch in der Lage, die Rechtssicherheit von Offset-Geschäften im Zusammenhang mit Käufen von Rüstungsgütern der Schweizer Armee zu verbessern.
- Fragment#6 · Übersicht, Inhalt der Vorlage
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Zum Beispiel könnte die Abweichungskompetenz in Fällen, in denen wichtige wirtschaftliche und sicherheitspolitische Partner der Schweiz in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt werden, potenziell die Aufrechterhaltung wichtiger Geschäftsbeziehungen erlauben. Unter dem aktuellen Rechtsrahmen wäre dies nicht möglich.
- Fragment#49 · Ziff. 6.2, Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Nur durch gegenseitige Interdependenzen kann die Schweiz sicherstellen, dass sie von ihren Partnern im Krisenfall ebenfalls priorisiert wird.
- Fragment#16 · Ziff. 1.3, Sicherheitsrelevante Technologie- und Industriebasis der Schweiz
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Die Kommissionsminderheit ihrerseits ist der Ansicht, die Forderung nach einer Revision des KMG sei knapp zweieinhalb Jahre nach dem Rückzug der Volksinitiative «Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer (Korrektur-Initiative)» verfrüht.
- Fragment#12 · Ziff. 1.1, Handlungsbedarf und Ziele (Bericht der SiK-N vom 7. November 2023)
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Die Streichung der Abweichungskompetenz im Gegenvorschlag des Bundesrates zur Korrektur-Initiative sei eine zwingende Bedingung für deren Rückzug gewesen.
- Fragment#19 · Ziff. 2.1, Zusammenfassung der Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Dabei muss die Schweiz international – zum Beispiel mit Blick auf Offset-Geschäfte – als zuverlässige Partnerin wahrgenommen werden.
- Fragment#11 · Ziff. 1.1, Handlungsbedarf und Ziele (Bericht der SiK-N vom 7. November 2023)
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Er erklärte, dass die Gefahr von internen und internationalen bewaffneten Konflikten global zugenommen habe und auch westliche Länder – als wichtigste Kunden der Schweizer Rüstungsindustrie – künftig in bewaffnete Konflikte im Sinne des KMG verwickelt sein könnten.
- Fragment#13 · Ziff. 1.2, Verbindung zur Korrektur-Initiative und zur Entwicklung des geopolitischen Umfelds
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 c1b5a5…03a6f154
- QuelleBotschaft zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes (Aufnahme einer Abweichungskompetenz für den Bundesrat) vom 12. Februar 2025 (BBl 2025 650)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
