Der zentrale Mechanismus fehlt. Agroscope kam 2022 im Auftrag des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung zum Schluss, die Schweiz könnte theoretisch die ganze Bevölkerung ernähren, wenn direkt verwertbare Nahrung statt Futter angebaut würde; heute wächst auf rund 60 Prozent der Anbaufläche Futter.
Ernährungsinitiative / Auswirkungen / Weniger Tierhaltung, mehr Anbau für die direkte Ernährung
Landwirtschaft
Weniger Tierhaltung, mehr Anbau für die direkte Ernährung
In der Modellrechnung, auf die sich der Bundesrat stützt, sinken die Tierbestände um fast die Hälfte – vor allem Schweine und Mastgeflügel –, und der Anbau für die direkte menschliche Ernährung wird stark ausgedehnt. Wegen der Frist von zehn Jahren könnten Investitionen, etwa in Ställe, nicht vollständig amortisiert werden; die Initiative sieht dafür eine finanzielle Unterstützung des Bundes vor. Laut Initiativkomitee fliessen heute 75 Prozent der 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen in die tierische Produktion, und Landwirtinnen und Landwirte würden von Produktionssicherheit und neuen Absatzmärkten profitieren.
Einwände und Argumente des Gutachters · 4 · Letztes Gutachten 21.09.2026.
Keine regionale Differenzierung; Geografie ist pauschal «CH». Da die Modellrechnung vor allem Schweine und Mastgeflügel reduziert, träfe es die kraftfutterbasierte Mittellandproduktion, nicht die Graslandbetriebe im Berggebiet. Sieben Zehntel der Nutzfläche sind Grasland.
«Ambivalent» ohne Angabe, wer gewinnt und wer verliert. Eine Verteilungsaussage wäre möglich und fehlt.
Die Zahlen des Komitees (75 Prozent von 3,6 Mrd. Agrarsubventionen in die tierische Produktion) werden unkommentiert übernommen, ohne Prüfung oder Gegenrechnung.
Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.
Diese Auswirkung ist nur qualitativ beschrieben. Worauf sie sich stützt, steht rechts.
Belege zur Auswirkung (5)
Aufgrund der kurzen Umsetzungsfrist von zehn Jahren könnten gewisse Investitionen in der Landwirtschaft (z. B. in Ställe) sowie in den vor- und nachgelagerten Sektoren der Ernährungswirtschaft nicht vollständig amortisiert werden.
- Fragment#16 · Ziff. 6.2.2, Auswirkungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 fbb266…af8eb209
- QuelleBotschaft zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» (Ernährungsinitiative) vom 13. August 2025 (BBl 2025 2506)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Entsprechend dem Rückgang des Anteils von Fleisch in der Ernährung würden die Tierbestände in der Landwirtschaft um fast die Hälfte sinken (insb. Schweine und Mastgeflügel) und die pflanzliche Produktion zur direkten menschlichen Ernährung stark ausgedehnt (z. B. Brotgetreide +70 %).
- Fragment#15 · Ziff. 6.2.2, Auswirkungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 fbb266…af8eb209
- QuelleBotschaft zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» (Ernährungsinitiative) vom 13. August 2025 (BBl 2025 2506)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Und die Landwirtinnen und Landwirte profitieren von Produktionssicherheit und neuen Absatzmärkten.
- Fragment#16 · Zweite Vorlage: Ernährungsinitiative, Argumente Initiativkomitee (Text des Komitees)
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 6d27a4…089dbc15
- QuelleVolksabstimmung vom 27. September 2026 – Erläuterungen des Bundesrates
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Heute fördern 75 Prozent der 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen die tierische Produktion.
- Fragment#12 · Zweite Vorlage: Ernährungsinitiative, Argumente Initiativkomitee (Text des Komitees)
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 6d27a4…089dbc15
- QuelleVolksabstimmung vom 27. September 2026 – Erläuterungen des Bundesrates
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
Die nötigen Anpassungen der landwirtschaftlichen Produktion sind sozialverträglich auszugestalten und werden vom Bund finanziell unterstützt.
- Fragment#8 · Ziff. 1.1, Wortlaut der Initiative, Art. 197 Ziff. 15 Abs. 3
- Versionabgerufen 13.09.2026 · PDF · sha256 fbb266…af8eb209
- QuelleBotschaft zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» (Ernährungsinitiative) vom 13. August 2025 (BBl 2025 2506)
- HerausgeberSchweizerischer Bundesrat
