Der echte Vergleich lautet nicht «70 % in 10 Jahren gegen heute», sondern gegen das Bundesziel von mindestens 50 Prozent bis 2050. Der Konflikt betrifft Tempo, nicht Richtung.
Vorlagen / Wirtschaft / Ernährungsinitiative
Volksinitiative · Bund (CH)
Ernährungsinitiative
Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)», eingereicht am 16. August 2024. Bundesrat und Parlament empfehlen die Ablehnung (Nationalrat 194 zu 0, Ständerat 44 zu 0); einen Gegenvorschlag gibt es nicht. Für die Annahme braucht es Volk und Stände.
Resultat
Vorläufiges amtliches Endergebnis 26 von 26 Kantonen abgeschlossen, 2’117 von 2’117 Gemeinden ausgezählt.
27.5 % Ja
72.5 % Nein
Abgelehnt
- Volk
- 722’943 Ja- und 1’908’512 Nein-Stimmen
- Stände
- 0 Ja, 23 Nein
- Stimmbeteiligung
- 47.0 %
Angenommen ist die Vorlage nur mit dem Volks- und dem Ständemehr.
Kantone
Ja-Anteil je Kanton; je kräftiger die Farbe, desto deutlicher das Resultat. Ein Klick auf einen Kanton zeigt seine Gemeinden.
Als Tabelle
| Kanton | Ja | Nein | Stimmbeteiligung | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Zürich ↗ | 29.3 % | 70.7 % | 48.3 % | abgeschlossen |
| Bern ↗ | 28.2 % | 71.8 % | 47.1 % | abgeschlossen |
| Luzern ↗ | 25.7 % | 74.3 % | 49.8 % | abgeschlossen |
| Uri ↗ | 19.2 % | 80.8 % | 43.4 % | abgeschlossen |
| Schwyz ↗ | 19.0 % | 81.0 % | 52.6 % | abgeschlossen |
| Obwalden ↗ | 19.7 % | 80.3 % | 52.2 % | abgeschlossen |
| Nidwalden ↗ | 20.1 % | 79.9 % | 52.2 % | abgeschlossen |
| Glarus ↗ | 25.2 % | 74.8 % | 42.5 % | abgeschlossen |
| Zug ↗ | 23.5 % | 76.5 % | 55.5 % | abgeschlossen |
| Freiburg ↗ | 28.3 % | 71.7 % | 42.2 % | abgeschlossen |
| Solothurn ↗ | 25.8 % | 74.2 % | 44.7 % | abgeschlossen |
| Basel-Stadt ↗ | 36.8 % | 63.2 % | 49.7 % | abgeschlossen |
| Basel-Landschaft ↗ | 26.5 % | 73.5 % | 43.3 % | abgeschlossen |
| Schaffhausen ↗ | 29.6 % | 70.4 % | 67.6 % | abgeschlossen |
| Appenzell Ausserrhoden ↗ | 25.3 % | 74.7 % | 53.1 % | abgeschlossen |
| Appenzell Innerrhoden ↗ | 19.7 % | 80.3 % | 47.7 % | abgeschlossen |
| St. Gallen ↗ | 24.1 % | 75.9 % | 47.9 % | abgeschlossen |
| Graubünden ↗ | 25.0 % | 75.0 % | 46.3 % | abgeschlossen |
| Aargau ↗ | 25.2 % | 74.8 % | 45.4 % | abgeschlossen |
| Thurgau ↗ | 24.3 % | 75.7 % | 48.0 % | abgeschlossen |
| Tessin ↗ | 31.2 % | 68.8 % | 46.0 % | abgeschlossen |
| Waadt ↗ | 25.8 % | 74.2 % | 48.7 % | abgeschlossen |
| Wallis ↗ | 24.5 % | 75.5 % | 42.6 % | abgeschlossen |
| Neuenburg ↗ | 34.5 % | 65.5 % | 39.6 % | abgeschlossen |
| Genf ↗ | 37.4 % | 62.6 % | 44.4 % | abgeschlossen |
| Jura ↗ | 29.6 % | 70.4 % | 39.4 % | abgeschlossen |
Quelle: Bundesamt für Statistik BFS, abgerufen am 02.10.2026, 06:10. Datensatz auf opendata.swiss
Das Ergebnis gilt als vorläufig, bis der Bundesrat es erwahrt hat.
Im Register der Bundeskanzlei
Stationen
- Vorprüfung vomBBl 2023 1385
- Sammelbeginn
- Eingereicht am
- Zustandegekommen amBBl 2024 2389
- Ablauf Sammelfrist
- Entwurf BundesbeschlussBBl 2025 2507
- Botschaft des BundesratsBBl 2025 2506
- Beschluss des ParlamentsBBl 2026 800
- Abgestimmt am
Jede Auswirkung steht in ihrer eigenen Einheit. schwur.ch verrechnet sie nicht zu einer Gesamtnote.
- Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch3 Belege
- Versorgung mit Lebensmitteln
Selbstversorgung soll von rund 46 auf mindestens 70 Prozent steigen
Gutachter6 Einwände1 Pro2 Kontra3 ambivalent
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch6 Belege - Versorgung mit Lebensmitteln
Flächeneffizienz: Kalorien pro Hektare beim direkten Anbau
Gutachter1 Pro
Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege - Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege
- Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege
- Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch4 Belege
- Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege
- Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Treibhausgase der Landwirtschaft sinken mit den Tierbeständen
Gutachter1 Pro
Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege - Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Verbindlichkeit als eigener Nutzen: Verfassungsziel statt Absichtserklärung
Gutachter1 Pro
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege - Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Weniger Stickstoff und Phosphor – wenn sich auch der Konsum ändert
Gutachter4 Einwände2 Pro1 Kontra1 ambivalent
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch4 Belege - Landwirtschaft
Weniger Tierhaltung, mehr Anbau für die direkte Ernährung
Gutachter4 Einwände1 Pro3 ambivalent
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch5 Belege - Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege
- Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Biodiversität und Landschaft: extensives Grünland hängt an Wiederkäuern
Gutachter1 ambivalent
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege - Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Bodenfruchtbarkeit und Düngerkreislauf: weniger Hofdünger, mehr Mineraldünger
Gutachter1 ambivalent
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege - Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz 0.7 · hoch4 Belege
- Ernährung & Konsum
Gesundheit: eine pflanzlichere Ernährung löst eine Bundesempfehlung ein
Gutachter1 Pro
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege - Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen1 Beleg
- Versorgung mit Lebensmitteln
Krisenresilienz jenseits der Kalorien: weniger Futtermittelimporte
Gutachter1 Pro
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege - Nährstoffe, Böden & Biodiversität
Verlagerung statt Reduktion: steigende Importe tierischer Produkte
Gutachter1 Kontra
Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen0 Belege - Keine Zahlin diesem Szenario noch nicht geschätztKonfidenz – · offen1 Beleg
- Landwirtschaft
Umsetzungsrisiko der Frist: was nach zehn Jahren geschieht, bleibt offen
Gutachter1 Kontra
Keine Zahlqualitativ beschrieben, Belege verlinktKonfidenz – · offen0 Belege
Pro und Kontra · 40 Argumente aus 4 Gutachten
Spricht für Annahme17
Der zentrale Mechanismus fehlt. Agroscope kam 2022 im Auftrag des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung zum Schluss, die Schweiz könnte theoretisch die ganze Bevölkerung ernähren, wenn direkt verwertbare Nahrung statt Futter angebaut würde; heute wächst auf rund 60 Prozent der Anbaufläche Futter.
Die Umweltziele von 2008 erscheinen als neue Anforderung. Dass sie seit achtzehn Jahren verfehlt werden, steht nicht da: Die Ammoniakemissionen sind auf maximal 25'000 t NH3-N pro Jahr begrenzt, selbst das mildere AP22+-Etappenziel wurde nicht erreicht.
Ein Bundesbericht hält fest, dass die Schweiz vom Erreichen der Stickstoffziele weit entfernt ist und der Reduktionspfad gerade in der Landwirtschaft nicht eingehalten werden kann.
Rund 15 Prozent der Messstellen überschreiten die Nitratwerte, in Acker- und Gemüsebaugebieten jede zweite.
Belege anzeigen
Nitrat überschreitet den Grenzwert von 25 mg/l im Grundwasser landesweit an rund jeder siebten Messstelle. In überwiegend ackerbaulich geprägten Gebieten liegen die Konzentrationen an rund 50% der Messstellen über dem Grenzwert.
- QuelleNitrat im Grundwasser · Bundesamt für Umwelt (BAFU), Nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA
- Versionabgerufen 22.09.2026 · sha256 33e919…fa1c5676
Wegen Nitrat und Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln mussten bereits viele Trinkwasserfassungen aufgegeben werden.
Einseitige Bilanz: nur Mehrausgaben, keine Gegenposition (wegfallende Stützung der Tierproduktion, geringere Aufbereitungskosten, vermiedene Folgekosten).
Als Erwartungswert wird die maximal interventionistische Umsetzung gesetzt (Konsumlenkung, Steuern), obwohl der Initiativtext Förderung verlangt und keine Massnahmen vorschreibt.
Die Gesundheitsdimension fehlt, obwohl die Vorlage mit «Gesundheit» verschlagwortet ist: Der Konsum liegt bei rund 780 g Fleisch und Wurstwaren pro Woche, gut dreimal mehr als die empfohlenen 240 g.
Der Bund verfolgt selbst eine Ernährung gemäss Lebensmittelpyramide und eine Senkung des Ernährungs-Fussabdrucks um mindestens zwei Drittel gegenüber 2020. Der Eintrag stellt die Stossrichtung als Fremdkörper dar.
Eine Halbierung der Tierbestände wäre die grösste Einzelmassnahme des Sektors beim Klima: rund die Hälfte seiner Emissionen stammt aus der Verdauung der Nutztiere.
Aufbereitung und der Verlust von Fassungen sind laufende Kosten des Status quo; sie fehlen als Nutzenseite der Initiative.
Belege anzeigen
Rückstände von Pestiziden, d.h. deren Wirkstoffe und Metaboliten treten schweizweit an über 50 Prozent der NAQUA-Messstellen im Grundwasser auf. In intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten werden Rückstände an über 90 Prozent der NAQUA-Messstellen nachgewiesen.
- QuelleFAQ – Pflanzenschutzmittel im Wasser, Abschnitt «Grundwasser» · Eawag – Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs
- Versionabgerufen 21.09.2026 · sha256 56e1a0…fdfe0bc6
Die Stossrichtung der Initiative entspricht der Schweizer Lebensmittelpyramide, die der Bund selbst empfiehlt.
Die Initiative verlangt weitgehend, was die Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung des Bundes selbst vorsieht; der Unterschied liegt im Tempo und in der Verbindlichkeit.
Belege anzeigen
(2a) Die Bevölkerung ernährt sich gesund und ausgewogen. So verringert sie den Fussabdruck der Ernährung pro Kopf um zwei Drittel gegenüber 2020; (2b) Die Treibhausgasemissionen der landwirtschaftlichen Produktion im Inland werden gegenüber 1990 um mindestens 40 Prozent reduziert
- QuelleKlimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050: Teil 1 · Bundesamt für Landwirtschaft BLW (mit BAFU und BLV)
- Versionabgerufen 22.09.2026 · sha256 a32cec…844801f4
Direkter Anbau für die menschliche Ernährung liefert pro Hektare deutlich mehr verwertbare Kalorien als der Umweg über das Tier.
Weniger Futtermittelimporte heisst weniger Abhängigkeit von Lieferketten, die im Krisenfall zuerst reissen; der Selbstversorgungsgrad misst das nur indirekt.
Der Weg über Absichtserklärungen hat die Umweltziele nicht erreicht; eine Verfassungsbindung ändert die Durchsetzungslogik, unabhängig von der Zahl.
Spricht gegen Annahme9
Der Ausgangswert ist veraltet. Der Netto-Selbstversorgungsgrad lag 2024 bei rund 42 Prozent, brutto bei 50. Die Lücke beträgt 28 statt 24 Prozentpunkte.
Belege anzeigen
Im Mittel der Jahre 2022-2024 beträgt der Selbstversorgungsgrad brutto 52 Prozent und netto 45 Prozent. Insbesondere witterungsbedingt ist der Selbstversorgungsgrad im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um je 4 Prozentpunkte gesunken.
- QuelleAgrarbericht 2025 – Selbstversorgungsgrad · Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Datengrundlage Agristat/SBV und BFS
- Versionabgerufen 21.09.2026 · sha256 481e36…a66a1e47
Die Netto-Kennzahl zieht importiertes Futter ab. Ein Wechsel von Tier zu Pflanze hebt die Quote teilweise rein rechnerisch, ohne dass mehr Kalorien entstehen. Das relativiert die Dramatik der Zahl und fehlt.
Der Zielkonflikt fehlt: Mehr Ackerbau erhöht tendenziell die Nitrat- und Metabolitenbelastung, die Initiative will gleichzeitig sauberes Grundwasser.
Halbierte Tierbestände und ein höherer Inlandanteil bei kleinstrukturierter Produktion deuten auf höhere Konsumentenpreise; dieser Effekt fehlt, obwohl er stimmentscheidend sein dürfte.
Eine starke Ausdehnung des Ackerbaus kann die Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmittel-Metaboliten erhöhen, die die Initiative zugleich senken will.
Belege anzeigen
Besonders weit verbreitet sind Metaboliten des Fungizids Chlorothalonil. In Ackerbaugebieten treten sie an 70% der Messstellen in Konzentrationen über 0.1 μg/l auf. Landesweit ist mehr als jede vierte Messstelle betroffen.
- QuellePestizide im Grundwasser (Daten: NAQUA 2024) · Bundesamt für Umwelt (BAFU), Nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA
- Versionabgerufen 21.09.2026 · sha256 92900a…07d6c778
Die vor- und nachgelagerten Branchen sind von halbierten Beständen direkt betroffen; Beschäftigung und Wertschöpfung fehlen als Dimension.
Eine Verfassungsnorm mit Frist, aber ohne Durchsetzungsmechanismus kann Rechtsunsicherheit ohne Wirkung erzeugen.
Nicht amortisierte Ställe, Betriebsaufgaben, Pachtverhältnisse und Nachfolgeentscheide fehlen als Dimension des Strukturwandels.
Ohne Konsumänderung verlagert sich die Tierproduktion ins Ausland; das Risiko wird nirgends mit einer Eintretenswahrscheinlichkeit geführt.
Ambivalent14
Die Baseline «Status quo» ist als stabil modelliert, obwohl der Wert seit langem sinkt: 2001–2006 lag er im Schnitt bei 55 Prozent.
Die Richtung ist als «steigend» codiert, obwohl im selben Text steht, der Bundesrat halte das Ziel in der Frist für unrealistisch. Codiert wird die Absicht des Verfassungstexts, nicht die erwartete Wirkung.
Konfidenz 0.7 und «nur qualitativ», obwohl der Eintrag harte Zahlen führt.
Keine regionale Differenzierung; Geografie ist pauschal «CH». Da die Modellrechnung vor allem Schweine und Mastgeflügel reduziert, träfe es die kraftfutterbasierte Mittellandproduktion, nicht die Graslandbetriebe im Berggebiet. Sieben Zehntel der Nutzfläche sind Grasland.
«Ambivalent» ohne Angabe, wer gewinnt und wer verliert. Eine Verteilungsaussage wäre möglich und fehlt.
Die Zahlen des Komitees (75 Prozent von 3,6 Mrd. Agrarsubventionen in die tierische Produktion) werden unkommentiert übernommen, ohne Prüfung oder Gegenrechnung.
Asymmetrische Darstellung: Die Kostenseite (halbierte Bestände) wird unbedingt genannt, die Nutzenseite (–20 % / –60 %) nur unter Vorbehalt der Konsumänderung.
Dünnster Eintrag der sechs, reine Verfassungsmechanik. Die tatsächliche Belastung fehlt vollständig, obwohl sie die Nutzenseite wäre.
Es fehlt jede Aussage, was sich konkret ändern würde: Zuströmbereiche, Bewirtschaftungsauflagen, Schutzzonen. Ohne das bleibt die Wirkung unbestimmt.
«Nicht bezifferbar» kombiniert mit «muss anderswo kompensiert werden» ist bereits eine fiskalpolitische Wertung, keine Folgenabschätzung.
Die Umlenkung bestehender Subventionen erscheint nur als Behauptung des Komitees, nicht als eigene Dimension mit Grössenordnung.
Der Eintrag ist als «ambivalent» codiert, beschreibt aber ausschliesslich die Einschränkung.
Weniger Wiederkäuer können artenreiche Wiesen und offene Alpflächen gefährden; je nach Umsetzung geht der Effekt in beide Richtungen.
Weniger Hofdünger bei mehr Ackerbau heisst tendenziell mehr importierter Mineraldünger, was dem Unabhängigkeitsziel entgegenläuft.
Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note. Letztes Gutachten 27.09.2026. Wie das Gutachten entsteht
Rechtliche Auswirkungen
- Wirkung auf den Föderalismus
Bund und Kantone richten Subventionen und Anreize auf die neuen Ziele aus
BV Art. 104a Abs. 3 · verknüpft mit 2 Auswirkungen
- Finanzielle Wirkung
Bund unterstützt die Umstellung finanziell
BV Art. 197 Ziff. 15 Abs. 3 · verknüpft mit 1 Auswirkung
- Gesetzesänderung
Höchstwerte für Stickstoff und Phosphor in der Verfassung
BV Art. 74a Abs. 2 · verknüpft mit 1 Auswirkung
- Gesetzesänderung
Sicherung der Grundwasserressourcen als Verfassungsauftrag
BV Art. 104a Abs. 1 Bst. abis · verknüpft mit 1 Auswirkung
- Verfahrensänderung
Umsetzung innert zehn Jahren
BV Art. 197 Ziff. 15 Abs. 2 · verknüpft mit 2 Auswirkungen
- Gesetzesänderung
Ziel in der Verfassung: Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent
BV Art. 104a Abs. 2 · verknüpft mit 3 Auswirkungen
Parlament
Weg durch die Räte: 25.067
Alle Abstimmungen zu den Geschäften der Vorlage, vom Eintreten bis zur Schlussabstimmung. Rot markiert sind die Abstimmungen, die die Redaktion als massgeblich bezeichnet hat; ein Klick auf eine Spalte öffnet die Abstimmung.
Nationalrat
| 17.12.25E25.067 | 20.03.26S25.067 | |
|---|---|---|
| Rat | Ja121:73 | Ja194:0 |
| Grüne | Nein 100 | Ja 100 |
| SP | Nein 100 | Ja 100 |
| GLP | Nein 91 | Ja 100 |
| Mitte | Ja 93 | Ja 100 |
| FDP | Ja 100 | Ja 100 |
| SVP | Ja 100 | Ja 100 |
Ständerat
| 20.03.26S25.067 | |
|---|---|
| Rat | Ja44:0 |
| Grüne | Ja 100 |
| SP | Ja 100 |
| GLP | Ja 100 |
| Mitte | Ja 100 |
| FDP | Ja 100 |
| SVP | Ja 100 |
massgeblich, von der Redaktion markiertJaNeinEnth.gespalten, unter zwei DrittelnZahl: Anteil der Fraktion in %; eine Linie gilt ab zwei Dritteln
Für die Sessionen 2025WS, 2026FS hat der Ständerat keine Namenslisten veröffentlicht; seine Abstimmungen aus diesen Sessionen fehlen.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 19.09.2026. Rohdaten
Die massgeblichen Abstimmungen
Schlussabstimmung · Nationalrat · 20.03.2026 · 25.067
Bundesbeschluss über die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)»
194 Ja0 Nein0 Enthaltungen
Ja hiess: den Bundesbeschluss annehmen und damit Volk und Ständen empfehlen, die Initiative abzulehnen.
In den Daten: «Adopter le projet (recommandation de rejeter l'initiative populaire)»
- Grüne23 · 0 · 0
- SP40 · 0 · 0 · 1
- GLP11 · 0 · 0
- Mitte29 · 0 · 0 · 2
- FDP26 · 0 · 0 · 1
- SVP65 · 0 · 0 · 2
JaNeinEnthaltungnicht abgestimmt
Warum diese Abstimmung: Die Schlussabstimmung über den Bundesbeschluss zur Initiative. Er enthält die Abstimmungsempfehlung des Parlaments.
Alle 200 Stimmen
- Alex Farinelli FDP · TIJa
- Aline Trede Grüne · BEJa
- Alois Huber SVP · AGJa
- Andreas Gafner SVP · BEJa
- Andreas Glarner SVP · AGJa
- Andreas Meier Mitte · AGJa
- Andrea Zryd SP · BEJa
- Andri Silberschmidt FDP · ZHJa
- Anna Giacometti FDP · GRJa
- Anna Rosenwasser SP · ZHJa
- Balthasar Glättli Grüne · ZHJa
- Barbara Gysi SP · SGJa
- Barbara Schaffner GLP · ZHJa
- Barbara Steinemann SVP · ZHJa
- Beat Flach GLP · AGJa
- Beat Walti FDP · ZHentschuldigt
- Benjamin Fischer SVP · ZHJa
- Benjamin Giezendanner SVP · AGJa
- Benjamin Roduit Mitte · VSJa
- Benoît Gaillard SP · VDJa
- Bettina Balmer FDP · ZHJa
- Brenda Tuosto SP · VDJa
- Brigitte Crottaz SP · VDJa
- Bruno Storni SP · TIJa
- Bruno Walliser SVP · ZHJa
- Cédric Wermuth SP · AGJa
- Céline Amaudruz SVP · GEJa
- Céline Weber GLP · VDJa
- Céline Widmer SP · ZHJa
- Christian Dandrès SP · GEJa
- Christian Glur SVP · AGJa
- Christian Imark SVP · SOJa
- Christian Lohr Mitte · TGJa
- Christian Wasserfallen FDP · BEJa
- Christine Badertscher Grüne · BEJa
- Christine Bulliard-Marbach Mitte · FRJa
- Christophe Clivaz Grüne · VSJa
- Christoph Riner SVP · AGJa
- Clarence Chollet Grüne · NEJa
- Claudia Friedl SP · SGJa
- Corina Gredig GLP · ZHJa
- Cyril Aellen FDP · GEJa
- Damien Cottier FDP · NEJa
- Daniela Schneeberger FDP · BLJa
- Daniel Ruch FDP · VDJa
- Daniel Sormanni SVP · GEJa
- David Roth SP · LUJa
- Delphine Klopfenstein Broggini Grüne · GEJa
- Diana Gutjahr SVP · TGJa
- Didier Calame SVP · NEJa
- Dominik Blunschy Mitte · SZJa
- Edgar Bischof SVP · ARJa
- Elisabeth Schneider-Schneiter Mitte · BLJa
- Emmanuel Amoos SP · VSJa
- Erich Hess SVP · BEJa
- Erich Vontobel SVP · ZHJa
- Eric Nussbaumer SP · BLJa
- Ernst Wandfluh SVP · BEJa
- Estelle Revaz SP · GEJa
- Fabian Molina SP · ZHJa
- Fabienne Stämpfli GLP · BEJa
- Farah Rumy SP · SOJa
- Felix Wettstein Grüne · SOJa
- Florence Brenzikofer Grüne · BLJa
- Franz Grüter SVP · LUJa
- Franziska Ryser Grüne · SGJa
- Gabriela Suter SP · AGJa
- Gerhard Andrey Grüne · FRJa
- Gerhard Pfister Mitte · ZGJa
- Giorgio Fonio Mitte · TIJa
- Gregor Rutz SVP · ZHJa
- Greta Gysin Grüne · TIJa
- Hans Jörg Rüegsegger SVP · BEJa
- Hans-Peter Portmann FDP · ZHJa
- Hasan Candan SP · LUJa
- Heinz Theiler FDP · SZJa
- Irène Kälin Grüne · AGJa
- Isabelle Chappuis Mitte · VDJa
- Islam Alijaj SP · ZHJa
- Jacqueline Badran SP · ZHJa
- Jacqueline de Quattro FDP · VDJa
- Jacques Nicolet SVP · VDJa
- Jean-Luc Addor SVP · VSJa
- Jean Tschopp SP · VDJa
- Jessica Jaccoud SP · VDJa
- Jon Pult SP · GRJa
- Jürg Grossen GLP · BEJa
- Katharina Prelicz-Huber Grüne · ZHJa
- Kathrin Bertschy GLP · BEJa
- Katja Christ GLP · BSJa
- Katja Stettler-Riem SVP · BEJa
- Kilian Baumann Grüne · BEJa
- Kris Vietze FDP · TGJa
- Lars Guggisberg SVP · BEJa
- Laurence Fehlmann Rielle SP · GEJa
- Laurent Wehrli FDP · VDJa
- Leo Müller Mitte · LUJa
- Léonore Porchet Grüne · VDJa
- Linda De Ventura SP · SHJa
- Lorenz Hess Mitte · BEJa
- Lorenzo Quadri SVP · TIJa
- Lukas Reimann SVP · SGJa
- Magdalena Martullo-Blocher SVP · GRJa
- Maja Riniker FDP · AGJa
- Manfred Bühler SVP · BEJa
- Manuela Weichelt Grüne · ZGJa
- Manuel Strupler SVP · TGJa
- Marcel Dettling SVP · SZJa
- Marcel Dobler FDP · SGJa
- Marc Jost Mitte · BEJa
- Marie-France Roth Pasquier Mitte · FRJa
- Marionna Schlatter Grüne · ZHJa
- Markus Ritter Mitte · SGJa
- Markus Schnyder SVP · GLJa
- Martin Bäumle GLP · ZHJa
- Martin Candinas Mitte · GRJa
- Martine Docourt SP · NEJa
- Martin Haab SVP · ZHJa
- Martin Hübscher SVP · ZHJa
- Mattea Meyer SP · ZHentschuldigt
- Matthias Samuel Jauslin GLP · AGJa
- Mauro Tuena SVP · ZHJa
- Maya Bally Mitte · AGJa
- Meret Schneider Grüne · ZHJa
- Michaël Buffat SVP · VDJa
- Michael Götte SVP · SGJa
- Michael Graber SVP · VSJa
- Michael Töngi Grüne · LUJa
- Mike Egger SVP · SGJa
- Min Li Marti SP · ZHJa
- Monika Rüegger SVP · OWJa
- Nadine Gobet FDP · FRJa
- Nadine Masshardt SP · BEJa
- Nadja Umbricht Pieren SVP · BEJa
- Nicolas Kolly SVP · FRJa
- Nicole Barandun Mitte · ZHJa
- Nicolò Paganini Mitte · SGJa
- Niklaus-Samuel Gugger Mitte · ZHJa
- Nina Fehr Düsel SVP · ZHJa
- Nina Schläfli SP · TGJa
- Olivier Feller FDP · VDJa
- Paolo Pamini SVP · TIJa
- Pascal Schmid SVP · TGJa
- Patricia von Falkenstein FDP · BSJa
- Patrick Hässig GLP · ZHJa
- Peter Schilliger FDP · LUJa
- Philippe Nantermod FDP · VSJa
- Philipp Kutter Mitte · ZHJa
- Philipp Matthias Bregy Mitte · VSJa
- Piero Marchesi SVP · TIJa
- Pierre-Alain Fridez SP · JUJa
- Pierre-André Page SVP · FRPräsidium
- Pius Kaufmann Mitte · LUJa
- Priska Seiler Graf SP · ZHJa
- Priska Wismer-Felder Mitte · LUJa
- Raphaël Mahaim Grüne · VDJa
- Regina Durrer-Knobel Mitte · NWJa
- Regine Sauter FDP · ZHJa
- Rémy Wyssmann SVP · SOJa
- Reto Nause Mitte · BEJa
- Roger Golay SVP · GEJa
- Roland Rino Büchel SVP · SGJa
- Roman Bürgi SVP · SZJa
- Roman Hug SVP · GRJa
- Rudi Berli Grüne · GEJa
- Samira Marti SP · BLJa
- Samuel Bendahan SP · VDJa
- Sandra Sollberger SVP · BLJa
- Sarah Wyss SP · BSJa
- Sibel Arslan Grüne · BSJa
- Sidney Kamerzin Mitte · VSnicht teilgenommen
- Simona Brizzi SP · AGJa
- Simone de Montmollin FDP · GEJa
- Simone Gianini FDP · TIJa
- Simon Michel FDP · SOJa
- Simon Stadler Mitte · URJa
- Sophie Michaud Gigon Grüne · VDJa
- Stefanie Heimgartner SVP · AGJa
- Stefan Müller-Altermatt Mitte · SOentschuldigt
- Susanne Vincenz-Stauffacher FDP · SGJa
- Sylvain Freymond SVP · VDJa
- Tamara Funiciello SP · BEJa
- Therese Schläpfer SVP · ZHJa
- Thomas Aeschi SVP · ZGJa
- Thomas Bläsi SVP · GEJa
- Thomas Burgherr SVP · AGentschuldigt
- Thomas de Courten SVP · BLJa
- Thomas Hurter SVP · SHJa
- Thomas Knutti SVP · BEJa
- Thomas Matter SVP · ZHJa
- Thomas Rechsteiner Mitte · AIJa
- Thomas Stettler SVP · JUJa
- Ueli Schmezer SP · BEJa
- Ursula Zybach SP · BEJa
- Valérie Piller Carrard SP · FRJa
- Vincent Maitre Mitte · GEJa
- Vroni Thalmann-Bieri SVP · LUJa
- Walter Gartmann SVP · SGJa
- Yvan Pahud SVP · VDJa
- Yvonne Bürgin Mitte · ZHJa
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 14.09.2026. Rohdaten
Für diese Session haben die Parlamentsdienste keine Namensliste des Ständerats veröffentlicht; seine Stimmen fehlen hier.
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
Chronik
Was mit der Vorlage geschah, von alt nach neu: die Kernabstimmungen der Räte, die Meldungen der Parlamentsdienste, verlinkte Medienberichte und die Volksabstimmung.
Im Gespräch
Meinungen aus Podcasts, die auf diese Vorlage verweisen. Sie geben die Sicht der Sendung wieder.
Diskussion
Beiträge: 3Beiträge werden vor dem Erscheinen automatisch auf persönliche Angriffe geprüft. Verantwortlich ist, wer schreibt. Löschen kann einen Beitrag nur, wer ihn geschrieben hat. Nutzungsregeln
Wenn Nationalrat und Ständerat einstimmig ablehnen und trotzdem kein Gegenvorschlag existiert, wo isch dänn d Auseinandersetzig mit dene Aalige, wo d Initiative aabringt?
Nur will kein formelle Gegevorschlag entstanden isch, heisst das nid, dass sich Parlament und Kommissione nid mit dene Aalige befasst hei - Ablehnig cha grad Usdruck vo dere Uisenandersetzig si, nid Abwesenheit dervo.
Chönnt sii - aber wenn die Uisenandersetzig würklich stattgfunde hätt, müsst mer sie ir Form vo Kommissionsprotokoll, Votum oder Bricht chönne zeige. Süsch bliibt's e Behauptig, wo sich genau gliich guet erfinde wie widerlege lat.
