Die neue biometrische Schweizer Identitätskarte ist ab heute, dem 2. November 2026, erhältlich. Sie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, entspricht den europäischen Standards und ist eine zukunftsorientierte Lösung für Reisen in die Europäische Union (EU). Schweizer Bürgerinnen und Bürger können weiterhin frei wählen, ob sie eine Identitätskarte mit oder ohne Chip möchten.
Ab dem 2. November 2026 können Schweizer Bürgerinnen und Bürger, wenn sie dies möchten, die neue biometrische Identitätskarte beantragen. Diese wird bei den für die Ausstellung von Identitätskarten und Pässen zuständigen kantonalen Stellen sowie bei den Schweizer Vertretungen im Ausland erhältlich sein.
Im September 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 2122 Asylgesuche, 449 weniger als im September 2025. Dies entspricht einem Rückgang von 18 Prozent. Von Januar bis Ende September 2026 ist die Zahl der Asylgesuche im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17 Prozent gesunken.
Die Zahl neuer Asylgesuche bleibt weiterhin tief, steigt aber saisonal bedingt leicht an. Deshalb erhöht das Staatssekretariat für Migration (SEM) vorübergehend die Zahl der Unterbringungsplätze geringfügig. Dafür wird die Zivilschutzanlage in Niederscherli (BE) temporär wieder in Betrieb genommen. Falls nötig, werden zusätzliche Kapazitäten in bestehenden Bundesasylzentren bereitgestellt.
Die Zusammensetzung des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe im Le Constellation in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 steht fest. Eine «groupe de réflexion» unterstützt den Präsidenten bei der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen. In mehreren Phasen des Prozesses werden zudem alle Opfer und Angehörigen sowie alle Versicherer die Möglichkeiten haben, sich zu den Vorschlägen zu äussern.
Am 30. September gelang es im Rahmen einer gross angelegten internationalen Operation, eine von der Ransomware-Gruppe «KillSec» genutzte IT-Infrastruktur zu zerschlagen. Das Bundesamt für Polizei fedpol und die Bundesanwaltschaft (BA) waren als operative und strategische Partner direkt an der Intervention beteiligt.
Mit Inkrafttreten des Transparenzgesetzes hat das schweizerische Transparenzregister am 1. Oktober 2026 seinen Betrieb aufgenommen. Dies, nachdem eine mehrstufige Pilotphase mit rund 2500 interessierten Unternehmen erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Ab heute muss sich jede meldepflichtige Rechtseinheit einmalig im Register eintragen und alle Änderungen bei den wirtschaftlich berechtigten Personen melden. Die Daten- und Informationssicherheit des Transparenzregisters stehen dabei an oberster Stelle.
Das Bundesamt für Polizei (fedpol) nahm gemeinsam mit insgesamt über 500 Polizeichefinnen und -chefs sowie ihren Delegationen an der diesjährigen European Police Chiefs Convention bei Europol in Den Haag teil. Im Fokus standen unter anderem der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, neue Formen des Extremismus sowie der Umgang mit Desinformation in einem zunehmend herausfordernden geopolitischen Umfeld.
Bundesrat Beat Jans hat am 26. September 2026 am zweiten Munich Migration Meeting teilgenommen. Ministerinnen und Minister aus 18 europäischen Staaten sowie Vertreter der EU-Kommission trafen sich auf Einladung des deutschen Innenministers Alexander Dobrindt in München. Im Zentrum standen die Umsetzung des europäischen Migrations- und Asylpakts, die Rückkehrpolitik und die Zusammenarbeit im Schengen-Raum. Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) betonte, dass Europa rasche und effiziente Verfahren, funktionierende Dublin-Überstellungen und einen konsequenten Wegweisungsvollzug brauche. Gleichzeitig müssten Völkerrecht und Menschenrechte gewahrt bleiben.
Manuela Ernst wird per 1. März 2027 zur Vizedirektorin des Staatssekretariates für Migration (SEM) und Chefin des Direktionsbereichs Zuwanderung und Integration ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Regula Mader an, die in Pension geht.
Im August 2026 verzeichnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) 1896 Asylgesuche, 13,2 Prozent weniger als im August 2025. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 1 Prozent.
Am 14. und 15. September 2026 traf sich Bundesrat Beat Jans in Berlin mit den deutschsprachigen Justizministerinnen und Justizminister zu ihrem jährlichen Austausch. Dieses Jahr standen unter anderem der verbesserte Gewaltschutz für Frauen, die Modernisierung des Zivilprozesses und die Resilienz der Justizsysteme auf der Agenda.