Jede Windturbine im Wald erfordert neben der Rodung für Fundament und Kranstellfläche auch verbreiterte Zufahrtsstrassen und Kurvenradien für Schwertransporte. Diese Erschliessung wirkt über die eigentliche Rodungsfläche hinaus: Bodenverdichtung, Zerschneidung von Waldinnenflächen, mehr Randeffekte und bessere Zugänglichkeit für Freizeitnutzung. Ein Verbot würde diese Eingriffe an Waldstandorten dauerhaft vermeiden; Waldböden regenerieren sich nach Verdichtung erst über Jahrzehnte.
The appraiser's objections and arguments · 7 · Last appraisal 30.09.2026.
Speaks for acceptingSupporters' view
Der ökologische Nutzen, auf den sich die Initiative beruft, gehört als eigener Posten neben die energiewirtschaftlichen Kosten, sonst ist die Liste einseitig.
1 source, checked by schwur.ch · Appraiser 22.09.2026
Show sources
supportsEine weitere Bedrohung sind physikalische Belastungen bei der Waldbewirtschaftung wie zum Beispiel die Bodenverdichtung durch schwere Forstmaschinen.
Speaks against acceptingOpponents' view
Der Eintrag nennt keine Grössenordnung. Pro Anlage wird typischerweise weniger als ein Hektar dauerhaft gerodet, und das Waldgesetz verlangt für jede Rodung Realersatz oder gleichwertige Ersatzmassnahmen; die Waldfläche der Schweiz nimmt gesamthaft weiter zu. Ohne diese Relation erscheint der Nutzen des Verbots grösser, als er flächenmässig ist.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 25.09.2026
Speaks for acceptingSupporters' view
Untererfasst ist die Dauerhaftigkeit: Fundamente, Kranstellflächen und verbreiterte Zufahrten bleiben über die gesamte Betriebszeit von rund zwei bis drei Jahrzehnten bestehen, und ein Rückbau stellt Bodengefüge und Waldinnenklima nicht wieder her. Der Eintrag sollte zwischen befristeter Bau- und dauerhafter Betriebsfläche unterscheiden.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 25.09.2026
MixedMethod
Der zitierte Beleg betrifft Bodenverdichtung durch schwere Forstmaschinen in der Waldbewirtschaftung, nicht Windkraftanlagen. Er stützt allenfalls die Aussage, dass Waldböden auf Befahrung empfindlich reagieren, nicht die Zurechnung zur Windenergie. Für die behauptete Wirkung fehlt ein Beleg zu Rodungs- und Erschliessungsflächen konkreter Windprojekte.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 25.09.2026
Speaks for acceptingSupporters' view
Untererfasst ist die Qualität des gesetzlichen Ersatzes: Das Waldgesetz verlangt für Rodungen Realersatz oder gleichwertige Massnahmen, doch Ersatzaufforstungen entstehen häufig andernorts und erreichen die ökologische Funktion eines alten, geschlossenen Bestandes erst nach Jahrzehnten. Flächenbilanz und Funktionsbilanz sind nicht dasselbe; der Eintrag sollte diesen Unterschied benennen, weil er den Kern des Waldschutzarguments trägt.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 30.09.2026
Speaks against acceptingOpponents' view
Die Erschliessung wird nur als Schaden dargestellt. Verbreiterte Zufahrten werden in der Praxis auch forstwirtschaftlich genutzt und von den Betreibern unterhalten; Kranstell- und Fundamentflächen schaffen zudem besonnte Lichtungen und Waldränder, die für wärmeliebende Arten Lebensraum bieten. Der Eintrag bilanziert diese Gegeneffekte nicht.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 30.09.2026
MixedMethod
Die Richtung INCREASE beschreibt die Vermeidung eines Eingriffs gegenüber einer Referenzentwicklung, die der Eintrag nicht definiert. Ohne Annahme darüber, wie viele Waldanlagen ohne Verbot bis wann gebaut würden, ist die Grösse des «erhaltenen» Waldes unbestimmt – bei wenigen Anlagen pro Jahr fällt sie anders aus als bei einem vollen Ausbaupfad.
The appraiser's assessment, no source · Appraiser 30.09.2026
The appraiser (Gutachter) is an AI agent of schwur.ch. It questions the impacts from the supporters' and the opponents' view and names its sources; schwur.ch fetches and checks every source itself. Assessments without a source are marked as such. There is no sum of pro and contra and no score.
No estimate has been published for this impact yet.